Markgräfler Bürgerblatt

Zwei Standorte für das Top-Hotel im Gespräch

Auch das Gelände der derzeitigen Tourist-Info in Bad Krozingen, etwa 5.000m² groß, ist jetzt als Standort für ein Viersterne-Hotel im Gespräch. Foto: Philipp

Hotelneubau im Kurpark

Bad Krozingen. Die Kurstadt braucht ein neues Hotel im oberen Komfort-Segment. Zu diesem Schluss sind nicht nur die Stadtverwaltung, die Kur und Bäder GmbH und der Gewerbeverband, sondern auch ein Gutachten gekommen, das die Unternehmensberatung Treugast im Auftrag der Kur und Bäder GmbH ausgearbeitet hat.

Vorangegangen war ein Runder Tisch mit Vertretern von Gemeinde, Kur und Bäder GmbH, Verkehrsverein, Gewerbeverein und einer Bürgerinitiative, der in vier Treffen die möglichen Standorte für das Hotelprojekt kontrovers diskutiert hatte. Als zwei mögliche Standorte blieben das Grundstück der jetzigen Tourist-Information und zum andern ein Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft der Rheintalklinik gegenüber der Vita Classica Therme übrig, so eine gemeinsame Presseerklärung.

Im Februar 2015 hatte ein Bürgerentscheid Pläne zunichte gemacht, ein neues Hotel im Kurpark zu bauen, worauf sich dann das Interesse auf den jetzt wieder genannten Standort neben der Rheintalklinik richtete. Die Pläne kamen damals voran, im Juli 2015 änderte der Gemeinderat den Bebauungsplan „Kurgebiet Mitte II“, um dem ehrgeizigen 25-Millionen-Projekt den Weg zu ebnen, für das bereits aussagekräftige Pläne eines Architekten aus Badenweiler vorlagen. Dann wurde es still um das Vorhaben, der Eigentümer des Grundstücks konnte keinen Investor dafür gewinnen. Das soll jetzt anders werden. Auch der Eigentümer des Grundstücks neben der Rheintalklinik ist nach wie vor daran interessiert, dass dort ein Hotel entsteht. Und mit dem Standort Tourist-Info hat sich nun eine Alternative aufgetan, so dass mögliche Investoren sogar eine Wahlmöglichkeit haben. Der „Runde Tisch“ kam zu dem Schluss, dem Gemeinderat den Bau eines „Vier-Sterne-Plus-Hotels“ zu empfehlen und die Stadt zu beauftragen, mögliche Investoren und Betreiber „offensiv anzusprechen“.

Die Kur und Bäder GmbH sei bereits mit Interessenten im Gespräch, bestätigt Kurdirektor Rolf Rubsamen auf Anfrage. Dass die Tourist-Information im Fall eines Entscheids für diesen Standort weichen müsste, ist für ihn kein Problem. Im Zeitalter digitalen Marketings seien auch kleinere Einheiten sinnvoll. Wichtig sei, dass die Einrichtung zentral im Kurgebiet liege und gut mit dem Auto erreichbar sei, so Rubsamen. Auch Gabriele Winkelmann, Sprecherin der Bürgerinitiative, die den Findungsprozess kritisch begleitet hatte, kann mit der jetzigen Version der beiden Standorte leben: „Das ist das kleinste Übel“, sagt sie und findet, dass sich die Pläne von 2015 auf dem Areal der Rheintalklinik am besten von allen Varianten in die Umgebung eingefügt hätten. Jetzt müsse man warten, wie potentielle Investoren mit ihren expliziten Rentabilitätsvorstellungen auf die Angebote reagieren. (dp)

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