Markgräfler Bürgerblatt

Zuwachs bei Azubis, mehr Flüchtlinge am Start

Eine steigende Zahl von Auszubildenden im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald: Zufriedenheit darüber herrscht bei den Arbeitsagentur-Chefs Horst Sahrbacher (Offenburg) und Christian Ramm (Freiburg) sowie bei den Kammerpräsidenten Johannes Ullrich (Handwerkskammer) und Steffen Auer (Industrie und Handelskammer). Foto: Homann

Ausbildungssituation in Südbaden

Müllheim/ Breisach. Im Kreis Breigau-Hochschwarzwald ist aktuell die Zahl der Ausbildungsverhältnisse so stark gestiegen wie nirgends im Bereich der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein (IHK). Der Anteil Auszubildender mit Migrationshintergrund nimmt zu. Immer mehr Flüchtlinge finden den Weg in die duale Ausbildung, meint Christian Ramm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Freiburg.

Laut IHK hat sich die Zahl von Ausbildungsverträgen zum Stichtag 30. September im Landkreis um 7,7 Prozent gegenüber Vorjahr erhöht. Zum Vergleich: In der Stadt Freiburg gingen sie um 0,6 Prozent zurück. Bei den gewerblich- technischen Berufen lag der Anstieg sogar bei 8,5 Prozent, mit den besten Werten bei Metalltechnik und Elektrotechnik. In absoluten Zahlen: 270 junge Leute steigen durch die duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule in gewerblich-technische Berufe ein, 536 in kaufmännische Berufe. Insgesamt entstanden 872 Ausbildungsverhältnisse im Bereich der IHK im Landkreis, im Herbst zuvor waren es 810 gewesen. Steffen Auer, Präsident der IHK Südlicher Oberrhein, findet es bemerkenswert, das über 30 Prozent der neuen Auszubildenden auf das Kammergebiet gesehen Hochschul-Zugangsberechtigung besitzen. Auer: “Die Abiturienten kommen bei uns an”. Auch im Handwerk, wo nach früher sieben Prozent inzwischen 15 Prozent mit einer dualen Ausbildung starten, obwohl sie studieren könnten.”

Das Alter der Azubis hat sich leicht erhöht. Das gilt ganz besonders für Flüchtlinge, die beim Beginn der dualen Ausbildung oft über 20 sind. Im Bereich der Handwerkskammer (HWK) Freiburg, der auch den Landkreis umfasst, sind es 271 neu eingetragene Verträge mit Migranten. Von 50 Bäcker-Azubis sind die Hälfte Flüchtlinge, berichtet HWK-Präsident Johannes Ullrich. Kraftfahrzeugmechaniker und Elektroniker führen die Hitliste im Handwerk an. 48 Ausbildungsverträge mit Flüchtlingen bei Industrie und Handel gibt es im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, hier profitiert die Gastronomie , die händeringend nach Auszubildenden sucht und mehr Ausbildungsplätze als BewerberInnen bietet. Arbeitsagentur-Chef Ramm: „Die Flüchtlinge werden die Lücken am Ausbildungsmarkt nicht schließen, aber ohne Sie wären diese spürbar größer”. (uh)

 

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