Markgräfler Bürgerblatt

Zum Tod des Alt-Bundespräsidenten – Walter Scheel verstarb im Alter von 97 Jahren

Bad Krozingens Bürgermeister Volker Kieber bei seinem Eintrag ins Kondolenzbuch, das anlässlich des Todes von Alt-Bundespräsident Walter Scheel im Rathaus der Stadt öffentlich ausgelegt worden war. Foto: Stadt Bad Krozingen

Bad Krozingens Bürgermeister Volker Kieber bei seinem Eintrag ins Kondolenzbuch, das anlässlich des Todes von Alt-Bundespräsident Walter Scheel im Rathaus der Stadt öffentlich ausgelegt worden war. Foto: Stadt Bad Krozingen

Bad Krozingen. Walter Scheel, der die letzten sieben Jahre in seiner Wahlheimat Bad Krozingen lebte sowie von 2009 bis 2014 sein Büro im Rathaus hatte, starb am 24. August im Alter von 97 in der Kurstadt.
Stadt und Bürger trauern um den am 8. Juli 1919 in Solingen geborenen Scheel, der während seiner politischen Laufbahn verschiedene hohe politische Ämter inne gehabt hatte und zu den beliebtesten Bundespräsidenten der Republik zählte. Richtungsweisend besonders seine Entspannungspolitik während des Kalten Krieges.
Bürgermeister Volker Kieber würdigt das Wirken von Scheel: „Wir blicken voller Stolz auf die gemeinsamen Jahre zurück, in denen wir viele Veranstaltungen organisiert und durchgeführt haben. Aufgrund der engen Verbundenheit zu Walter Scheel sind viele Spitzenpolitiker nach Bad Krozingen gekommen, sei es Bundeskanzler Gerhard Schröder, die Bundespräsidenten Christian Wulff und Joachim Gauck oder der verstorbene Bundesminister des Auswärtigen, Guido Westerwelle. Auch haben wir es Bundespräsident Walter Scheel zu verdanken, dass er das hochkarätig besetzte „Walter-Scheel-Forum für deutsch-russische Beziehungen“ nach Bad Krozingen brachte. Denn er war immer ein Fürsprecher Russlands und wollte die
deutsch-russischen Verbindungen stärken und ausbauen. Ich erinnere mich immer gerne an seine Gesangseinlagen, bei denen er sein Lied ‚Hoch auf dem gelben Wagen‘ sang.“
Die Stadt Bad Krozingen gab allen BürgerInnen die Möglichkeit, sich von ihrem Alt-Bundespräsidenten zu verabschieden und legte im ehemaligen Scheel-Büro im Rathaus ein Kondolenzbuch aus. Volker Kieber war unter den ersten, die sich dort eintrugen.

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