Markgräfler Bürgerblatt

„Woche der Wiederbelebung“ – DLRG bildet Neuenburger Schüler aus

Ein Leben retten ist einfach: Prüfen. Rufen. Drücken! Fotos: DLRG/Anlicker

Neuenburg. Anlässlich der „Woche der Wiederbelebung“ initiierte die Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gemeinsam mit dem Kreisgymnasium Aktionstage unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“.
Alle Schüler der Jahrgangsstufe 7 wurden von den Erste Hilfe-Ausbildern Hannah Dinse und Alexander Anlicker in Wiederbelebungsmaßnahmen ausgebildet. Lebensrettende Erste Hilfe Maßnahmen sollten nicht erst beim Führerschein ins Bewusstsein rücken oder zum Thema werden, wenn die Notsituation da ist oder war. Ein besonderes Aha-Erlebnis war die musikalische Begleitung des Trainings: Wer im Takt eines Disco-Beats reanimiert, hat den lebensrettenden Rhythmus.

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Der DLRG-Ausbilder Alexander Anlicker erklärt: „Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen“. Obwohl jeder helfen könnte, tun es die wenigsten. Zwar ist die Zahl der Fälle, in denen einfache, aber lebensrettende Maßnahmen ergriffen werden, seit Einführung der „Woche der Wiederbelebung“ von 17 auf 31 Prozent angestiegen. Dennoch ist die Helferquote in Deutschland im internationalen Vergleich gering. Die Mund-zu-Mund-Beatmung, vor der sich viele ekeln, ist bei der Wiederbelebung zweitrangig: Mit einer Herz-Druck-Massage werden Gehirn und Organe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ausreichend mit Sauerstoff versorgt.
Die lebensrettende Devise lautet „Prüfen. Rufen. Drücken!“: Prüfen, ob die Person noch atmet, unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen. Fest und mindestens 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. „Mit der Erhöhung der Wiederbelebungsrate durch Laienhelfer könnten in Deutschland jährlich rund 5.000 Menschenleben gerettet werden“, sagt Erste Hilfe-Ausbilderin Hannah Dinse.
Info: www.einlebenretten.de.

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