Markgräfler Bürgerblatt

Wirtschaftsentwicklung Einzelhandel 2014

Können noch mit der Entwicklung im Einzelhandel zufrieden sein: Präsident Philip Frese und Hauptgeschäftsführer Utz Geiselhart. Foto: EHV

Moderates Wachstum

Freiburg. Die Gesamtwirtschaft verliert an Schwung. Das Bruttoinlandsprodukt ging im 2. Quartal 2014 um 0,2 Prozent zurück. Die exportorientierte deutsche Wirtschaft tendiert uneinheitlich. Die Binnenwirtschaft erweist sich in dieser Situation als wichtige und verlässliche Stütze.
Hohe Erwerbstätigkeit, Lohnsteigerungen, niedrige Inflation und günstige Zinsen treiben den Konsum, eine kontinuierlich gesunkene Sparquote stützt diese Entwicklung. Die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel sind insofern intakt. Allerdings steigen die Einzelhandelsumsätze nicht in dem Maß, wie man angesichts der Konsumlaune meinen könnte. Die Verbraucherpreise tendieren moderat mit einem Anstieg bis Juli von nur 1,1 Prozent. Die Einzelhandelspreise liegen mit einem Anstieg von 0,8 Prozent noch etwas darunter.
Der Einzelhandel, drittstärkste Wirtschaftskraft in Deutschland, mit rund drei Mio. Beschäftigten und einem Jahresumsatz von etwa 450 Mrd. Euro konnte bundesweit den Umsatz im 1. Halbjahr um 2,1 Prozent steigern. Baden-Württemberg lag wie im Vorjahr leicht mit 1,5  Prozent Wachstum unter Bundesschnitt. Südbaden mit knapp 75.000 Beschäftigten im Einzelhandel erreichte ein Umsatzplus von zwei Prozent. Dem bundesweiten Trend sinkender Frequenzen konnte sich auch Südbaden nicht entziehen: 40 Prozent der befragten Einzelhändler hatte einen Rückgang zu verzeichnen. Die steigenden Umsätze beflügelten die Erträge, trotzdem gibt es aber bei einem Drittel der befragten Betriebe einen Gewinnrückgang.

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