Markgräfler Bürgerblatt

„Wir müssen zum Wohl der Gemeinde zusammenarbeiten!“

Gespräch mit Hartheims Bürgermeisterin Kathrin Schönberger:

Am 8. Oktober wird in Hartheim der/die BürgermeisterIn gewählt und Amtsinhaberin Kathrin Schönberger sieht sich derzeit drei Herausforderern gegenüber – keine leichte Aufgabe. MBB-Mitarbeiter Klaus Amann hat sich mit Frau Schönberger unterhalten.

 

MBB: Frau Bürgermeisterin Schönberger, werden Sie mit Leidenschaft um eine zweite Amtsperiode kämpfen?

Kathrin Schönberger: Seit über sieben Jahren bin ich nun Bürgermeisterin in Hartheim. Und ich bin es gern. Die Arbeit mit den Menschen in unserer Gemeinde und mit den vielen Menschen im Umfeld unserer Gemeinde fordert mich sehr, macht mir aber auch viel Spaß. Ich bin immer mit Leidenschaft bei der Arbeit. Und so auch im derzeitigen Wahlkampf um eine zweite Amtsperiode. Neben meiner Homepage www.kathrin-schönberger.de habe ich eine Broschüre zur Information für die Bürger erstellt und biete außerdem Gesprächsrunden in den vier Wirtschaften in Hartheim, Bremgarten und Feldkirch an. Zusätzlich können mich unsere Einwohner einladen zu Nachbarschaftsgesprächen. Das heißt: jemand lädt seine Nachbarn, Freunde und Bekannte und mich ein und wir diskutieren gemeinsam über die Zukunft unserer Gemeinde.

 

MBB: Es gab in Ihrer Amtszeit immer wieder mal – bildlich gesprochen – „holprige Feldwege“. Sind die sogenannten „Schlaglöcher“ in diesen Feldwegen beseitigt

Schönberger: Aufgrund meiner Unerfahrenheit im politischen Alltag und auch weil ich keine Partei oder Menschen hinter mir hatte, die mich beraten haben, sind mir in den ersten Jahren einige Fehler passiert, die ich sehr bedauere, zu denen ich aber auch stehe. Leider habe ich in meinem Gemeinderat ein paar Gemeinderäte, die mir diese Fehler nicht verzeihen und auch nicht mehr zum Wohl unserer Gemeinde zur Zusammenarbeit bereit sind. Ich habe schon zwei Mal den Versuch unternommen, einen Ältestenrat zu bilden. Hier hätten die Gemeinderäte die Möglichkeit, mich bei Entscheidungen zu unterstützen und mit mir gemeinsam aktiv zu sein. Dies wurde aber beide Male abgelehnt. Ebenso war kein Mediationsverfahren gewünscht. Ich persönlich finde mich angenommen und angekommen und sehr wohl in der Gemeinde. Ich bin gern zur Zusammenarbeit bereit, wenn der Wunsch dazu besteht. Es sollte sich aber vielleicht der ein oder andere Gemeinderat fragen, ob er seine Arbeit zum Wohle unserer Gemeinde oder nur gegen die Bürgermeisterin ausübt. Das wäre dann auf jeden Fall die falsche Motivation und gegen den Eid, den jeder Gemeinderat geleistet hat.

 

MBB: Gibt es Ihrerseits kommunalpolitische Überlegungen und Projektplanungen, die in einer zweiten Amtsperiode auf der Tagesordnung der Gemeinde Hartheim stehen werden?

Schönberger: Wir haben in den vergangenen Jahren viele Projekte angestoßen und abgearbeitet. Aber Leben heißt Bewegung, Fortschritt, Veränderung. Insofern gibt es immer noch viele Themen, denen wir uns künftig widmen müssen. Ob der barrierefreie Wohnraum für ältere oder behinderte Menschen in unserer Gemeinde oder das Sportflächenkonzept für unsere Fußballer, ob Verbesserung der Infrastruktur durch ein Ärztehaus oder bessere Internetverbindungen. Es gibt viel zu tun, packen wir es an.

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