Markgräfler Bürgerblatt

Wieder zwei Tore nach Standards

Robin Koch (ganz unten liegend) wird nach seinem Führungstreffer von seinen Mannschaftskollegen frenetisch gefeiert. Fotos: Achim Keller

SC Freiburg : RB Leipzig 2:1

Freiburg. SC Trainer Christian Streich wusste gar nicht wohin mit seiner Freude nach dem 2:1 Sieg gegen den Tabellenzweiten RB Leipzig. Nach dem Schlusspfiff wurde jeder, der ihm in den Weg kam, kräftig geherzt – unbändig die Begeisterung und der Jubel über diesen wichtigen Sieg. „Wir haben es heute gut und schlau gespielt“, sagte Christian Streich nach der Partie glücklich „die Spieler haben es heute taktisch klasse gemacht und ich bin sehr froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Heute dürfen wir uns richtig freuen und morgen auch noch. Aber schon ab Montag beschäftige ich mich durchgehend mit Dortmund. Außer wenn ich schlafe!“

Erneut hat seine Mannschaft nach einem Rückstand ein Spiel gedreht. Erneut hat das Streich-Team unglaubliche Moral bewiesen und drei wichtige Punkte im Abstiegskampf einheimsen können, mit denen so nicht zu rechnen war, nachdem der SC verletzungsbedingt auf weitere Stammkräfte verzichten musste. Und erneut sind die Tore nach Standards gefallen. Beide Male war es SC Verteidiger Christian Günter, der die Eckbälle platziert in den Strafraum zirkelte. Den Ausgleichstreffer hämmerte Janik Haberer in der 72. Spielminute ins Netz, vier Minuten später köpfte Robin Koch unhaltbar zum viel umjubelten Führungstreffer ein. „Wir trainieren die Standards jede Woche intensiv und unsere Trainer – Florian Bruns und Lars Voßler – leisten hier außergewöhnliche Arbeit“, so Koch, der sich besonders freute, nach seinem ersten Bundesliga-Tor am vergangenen Spieltag in Frankfurt nun auch gleich zuhause vor eigenem Publikum getroffen zu haben „Wir wussten, wir müssen heute bis an die Grenze gehen und als Mannschaft alles geben. Und das haben wir heute gemacht und wurden belohnt – es ist immer etwas Besonderes wenn du gegen eine große Mannschaft gewinnst.“

Auch dass Stammkeeper Alexander Schwolow während des Spiels verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, hat das Team nicht geschwächt. Ersatztorwart Rafael Gikiewicz hat sich nahtlos eingefügt und in seinem ersten Bundesligaspiel eine starke Leistung gezeigt. „Erst war es ein kleiner Schock, als wir gemerkt haben, dass es bei ‚Schwoli‘ nicht weiter geht“ so Janik Haberer „aber Rafael hat es super gemacht, obwohl er so lange nicht gespielt hat. Er war da, als er gebraucht wurde, und er hat zwei, drei gute Bälle rausgefischt. Hut ab!“

Mit 23 Zählern hat sich die Streich-Elf nun auf den 12. Tabellenplatz vorgearbeitet, sieben Punkte beträgt mittlerweile der Vorsprung auf den Relegationsplatz. Ein kleines Polster, das sich der SC mit seinem erfolgreichen Start in die Rückrunde erarbeiten konnte, doch als nächste Gegner warten die Top-Teams Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen auf den SC. Anpfiff der Partie beim BVB ist am Samstag, 15.30 Uhr. Das Team von Peter Stöger ist mit einem torlosen Unentschieden im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg und einem 1:1 Unentschieden bei Hertha BSC sicherlich nicht zufriedenstellend in die Rückserie gestartet. Im Heimspiel gegen den SC soll nun der erste Saisonsieg eingefahren werden. Doch auch der Sport-Club kann mit Selbstvertrauen nach Dortmund fahren „Wir brauchen uns in Dortmund nicht zu verstecken“, sagt SC Mittelfeldakteur Amir Abrashi voller Euphorie nach dem Sieg gegen RB Leipzig. (hr.)

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