Markgräfler Bürgerblatt

Wie Energie-Einsatz sich wendet

BadenovaWärmeplus seit zehn Jahren am Markt

Breisach/Freiburg. Energiewende im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald – das heißt auch neue Lösungen bei der Beheizung von Gebäuden. BadenovaWärmeplus, die 100prozentige Tochter des regionalen Energiedienstleisters Badenova, arbeitet daran nicht nur in Freiburg erfolgreich, sondern auch im Breisgau und im Markgräflerland. Auf ganz Südbaden bezogen hat die BadenovaWärmeplus in den ersten zehn Jahren ihres Bestehens mehr als 100 Mio. Euro in erneuerbare Energien investiert, in innovative Heizwerke genauso wie in Windenergie oder Biogas-Anlagen.

Mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW), in dem Holzpellets der Energieträger sind, wird zum Beispiel Fernwärme für das neue Wohngebiet „Untere Gärten“ in Breisach erzeugt und gleichzeitig Strom produziert. Wärmeversorgt wird auch das Martin-Schongauer-Gymnasium. Ein Holzhackschnitzel-befeuertes Heizwerk sorgt für Wärme in den Häusern und Wohnungen der Wohngebiete „Wolfacker“ und „Rundacker“ in Staufen. In Neuenburg bewirbt sich die BadenovaWärmeplus darum, Fernwärme für Schulen, Hallenbad und Bestandswohnungen zu liefern, blickt BadenovaWärmeplus-Geschäftsführer Klaus Preiser in die Zukunft. Ziel ist nicht nur Geschäft mit Fernwärme, sondern auch CO2-Einsparung durch umweltgerechte Lösungen.

Im interkommunalen „Gewerbepark Breisgau“ Eschbach-Hartheim werden die neu angesiedelten Betriebe mit Fernwärme gesorgt. Dort sorgt die Wärme aus der Müllverbrennungsanlage TREA zudem dafür, dass von der BadenovaWärmeplus in einer großen speziellen Anlage erzeugtes Biogas gereinigt werden kann, um ins Gasnetz eingespeist werden zu können. Badenova hatte frühzeitig in die Gaserzeugung durch Biomasse investiert, sieht das heute allerdings skeptisch: weil die rechtlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen von der Politik so verändert wurden, dass Biogas-Erzeugung in neuen Anlagen nicht mehr rentabel zu machen sei.

„Ein Schwachsinn ist das“, schimpft Badenova-Chef Thorsten Radensleben, dessen Wunsch an die Politik in einem Kernsatz zusammengefasst werden kann: „Wir brauchen verlässliche Ausbauziele für Erneuerbare Energien und nicht immer diese Schwenks“. So kritisiert er, dass der Windkraftausbau in Südbaden praktisch nicht vorangeht, obwohl angeblich gewollt. Erst habe man Erneuerbare Energien gefördert; und als deren Erzeugung sich bestens entwickelte, sei der Prozess wieder abgewürgt worden. Beim Biogas beispielsweise wegen befürchteter ‚Vermaisung‘ der Landschaft im Rheintal. Dabei könnte man auch mit anderer Biomasse Gas erzeugen, wenn man nur wollte. Frankreich fördere Energie aus Biomasse direkt und besser, sagt Michael Klein, Kaufmännischer Chef der Wärmeplus. Trotz aller Unwägbarkeiten: BadenovaWärmeplus hat im Gewerbepark Breisgau noch einmal fünf Mio Euro in die Verbesserung der Biogas-Erzeugung investiert. (uh)

 

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