Markgräfler Bürgerblatt

„Weihnachtsmord“: Wahrheitsfindung gestaltet sich schwierig

War er der Haupttäter? Foto: Salzer-Deckert

War er der Haupttäter? Foto: Salzer-Deckert

Freiburg. Seit dieser Woche wird wieder verhandelt: Der Mord an einem 21 Jahre alten rumänischen Familienvater aus Neuenburg/Breisgau-Hochschwarzwald kurz nach den Weihnachtstagen 2014 stellt die Freiburger Justiz weiterhin vor ein großes Rätsel.
Auch nach gut einem Dutzend Verhandlungstagen ist noch völlig unklar, wer von den beiden 21 und 23 Jahre alten Angeklagten Haupttäter war bei dem brutalen Tötungsdelikt. „Es ist ein Indizienprozess“, sagt Oberstaatsanwalt Eckart Berger. Das Hauptproblem: Die beiden Angeklagten haben sich in den vergangenen Monaten wechselseitig als Haupttäter beschuldigt, wobei der 23 Jahre alte Angeklagte eingeräumt hat, das sterbende Opfer getötet zu haben, um ihm weiteres Leiden zu ersparen, nachdem der zweite Angeklagte mit der Gewalt gegen das Opfer begonnen haben soll. Dieser wiederum beschuldigt den 23-jährigen, zunächst auf das Opfer geschossen und es dann mit zwei Holzlatten zu Tode geprügelt zu haben.
Völlig unklar ist dabei die mögliche Motivlage der beiden Täter. Möglicherweise musste der Mann sterben, weil der 21-jährige Angeklagte eine Leiche für ein Drohvideo gebraucht haben soll. Aber auch seine Verwicklungen in diverse Straftaten könnten mit dem Motiv zu tun haben. Ein Urteil wird in dem Verfahren wohl nicht mehr vor dem Herbst zu erwarten sein. (MBB)

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag! Unsere Sharing-Buttons stehen im Einklang mit dem deutschen Datenschutzrecht.

Das könnte Dich auch interessieren …