Markgräfler Bürgerblatt

Was wird aus dem Kanzleigebäude?

Ausstellungsobjekt zur Geschichte der Malteserstadt Heitersheim. Foto: Amann

Malteserschloss Heitersheim:

Heitersheim. Die Historische Gesellschaft Heitersheim mit ihrem Vorsitzenden Dr. Josef Rupp hat Bürgermeister Martin Löffler und den Mitgliedern des Gemeinderats einen Antrag zur Weiterverwendung des Kanzleigebäudes des Malteserschlosses vorgelegt. Der Orden der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul beabsichtige in absehbarer Zeit die Nutzung des Heitersheimer Malteserschlosses für eigene Zwecke aufzugeben. Davon sei auch das Johanniter-Maltesermuseum im ehemaligen Kanzleigebäude des Malteserordens betroffen. Daraus ergebe sich ein Handlungsbedarf, der immense Chancen berge.

Zu den Aufgaben der Historischen Gesellschaft gehöre nach § 2 Abs. 3 der Satzung unter anderem: Die Erhaltung des Malteserschlosses und die Erweiterung des Johanniter-Malteser-Museums. Es sei in der Vergangenheit immer der Wunsch der Historischen Gesellschaft gewesen, dass diese Erweiterung im ehemaligen Kanzleigebäude erfolgen soll. Im Zuge dieser Optimierung und Entwicklung solle der Ortsgeschichte von Heitersheim ebenfalls ein angemessener Platz für die Präsentation der vorhandenen Unikate eingeräumt werden. Im erweiterten Museum wäre es denkbar, das Konzept der Ortsgeschichte in zwei geschichtliche Abschnitte zu gliedern: Die Geschichte bis 1949 und die Geschichte nach 1950. Als Leitfaden für die einzelnen Themen soll die Chronik „Heitersheim – eine Stadt mit großer Geschichte“ herangezogen werden. Ergänzend wäre es sinnvoll, wenn die Historische Gesellschaft eine analog strukturierte Stadtgeschichte als begleitende Dokumentation der Ausstellung herausgeben würde. Auf diese Weise könnte das Kanzleigebäude im Einvernehmen und im Interesse der Stadt Heitersheim zur geschichtlich-kulturellen Begegnungsstätte werden. Eine Funktion, die dem ehemaligen Malteserschloss, seinem Geist und seiner Historie angemessen Rechnung tragen würde.

Neben dieser kulturhistorischen Komponente wäre das Haus noch für weitere Nutzungsperspektiven denkbar: Unterbringung des Stadtarchivs, Räume für repräsentative Empfänge der Stadt, Räume für exklusive kulturelle Anlässe, Räume für standesamtliche Trauungen und eine Galerie für das inklusive Franz-Köberle-Kunst- und Kulturzentrum. Dieses „Haus der Heimat“ könnten die Historische Gesellschaft, der Caritasverband und die Stadt Heitersheim gemeinsam betreiben. Investitionen wären mit öffentlichen Fördermitteln (Stadtsanierung, Aktion Mensch etc.) weitgehend finanzierbar.

Die Schlosskirche bietet sich in diesem Kultur-Ensemble als inkludiertes Zentrum für Literatur, Geschichte, Religion und Musik an. Der Vorstand der Historischen Gesellschaft bittet bei der Diskussion über die Nutzung des Malteserschlosses, die Erweiterung des Johanniter-Malteser-Museums im ehemaligen Kanzleigebäude und die Vorstellungen über die weitere Nutzung des Gebäudes zu beachten. (KA)

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag! Unsere Sharing-Buttons stehen im Einklang mit dem deutschen Datenschutzrecht.

Das könnte Dich auch interessieren …