Markgräfler Bürgerblatt

Was ist mit der Werterhaltung Ihrer Immobilie

Betongold – oder:

Immer wieder hört man, dass angesichts des derzeitigen Zinsniveaus der Kauf einer Immobilie die richtige Alternative sei. Und angesichts der Dank der steigenden Nachfrage auch steigenden Preise scheinen das viele zu beherzigen. Doch stimmt das: Immobilie = Wertanlage, Mieteinnahme = Verzinsung?

Grundsätzlich ist diese Rechnung nicht falsch. Nur wird gerne übersehen, dass eine Immobilie nichts Statisches ist. Der Wert, den sie darstellt, muss auch erhalten werden, ein Haus, eine Wohnung erfordern also (regelmäßige) Investitionen. Die Werterhaltung hängt eng mit dem Erhalt der Bausubstanz zusammen.

Erfreulicherweise sind Lebens- bzw. Nutzungsdauer der einzelnen Bauteile unterschiedlich, so dass Sanierungsmaßnahmen mit den entsprechenden Kosten nicht auf einmal auf den Besitzer einstürmen. Dachziegel „leben“ etwa 50 bis 80 Jahre, Regenrinnen und -fallrohre durchschnittlich 30 Jahre, ein Heizkessel sollte nach 20 Jahren ausgetauscht werden. Wichtig dabei: regelmäßige Inspektionen oder Reinigungen wirken sich lebensverlängernd aus und helfen, größere Investitionen für den Werterhalt in die Zukunft zu verschieben. Deshalb sollten Eigentümer ihre Immobilie alle zwei bis drei Jahre einer systematischen Inspektion unterziehen.

Feuchtigkeit im Mauerwerk und Dachbereich, Risse im Fußboden und in den Wänden, undichte Kellerfenster oder überhaupt verzogene Fenster- und Türrahmen, Schimmelpilz (schwarze Flecken) an den Innenseiten, gerissene Fliesen, schadhafte Bodenbeläge, Risse im Estrich, verstopfte oder leckende Dachrinnen und Fallrohre, versottete Schornsteine und anderes können den Wert einer Immobilie massiv beeinflussen. Und massiv kosten. Daher sollte man schon unmittelbar nach dem Bezug des Neubaus beginnen, Rücklagen anzulegen, aus denen dann Werterhaltungsmaßnahmen finanziert werden können. Die Frage lautet: was ist in 20 oder mehr Jahren? Um dann nicht in eine Kostenfalle zu geraten, empfehlen sich Rücklagen mit folgenden Mindestbeträgen pro Jahr und Quadratmeter:

  1. bis 5. Jahr: 4 Euro; 6. bis 10. Jahr: 6 Euro; 11. bis 15. Jahr: 7,50 Euro, ab dem 16. Jahr 10 Euro.

Damit bildet sich ein „Werterhaltungskonto“, durch das selbst größere Baumaßnahmen leichter zu finanzieren sind. Und so behält das „Betongold“ seinen Wert.

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