Breisach Aktuell

Wallfahrt Teil II. – Dom zu Worms und St. Katharina in Oppenheim

Teil II.: Wallfahrt zu den Heiligen Drei Königen von Breisach nach Köln

 

Der zweite Tag der Wallfahrt war voll bepackt mit Sehenswürdigkeiten und Eindrücken. Nach der Fahrt nach Worms wurden die Pilger im Dom herzlich von Dompropst Engelbert Prieß in Empfang genommen. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst bekam die Gruppe noch eine interessante Führung im Dom. Zusammen mit Mainz und Speyer bilden die drei romanischen Kaiserdome am nördlichen Oberrhein eine einmalige Konstellation bedeutsamster, vorbildgebender mittelalterlicher Sakralbauten. Für die Stadt Worms ist der Dom seit über 1000 Jahren das überragende Wahrzeichen. Auch in Zukunft wird seine Erhaltung viel Erfahrung und öffentliche Aufmerksamkeit, viel Geld und Unterstützung benötigen. Der Dom ist das bedeutendste Bauwerk der Wormser Romanik und eng mit dem Namen Bischof Burchards und der Blütezeit der Wormser Stadtgeschichte während des 12. und 13. Jahrhunderts verbunden. Zahlreiche große Ereignisse, teils mit politisch gravierenden Folgen, fanden im Mittelalter im Dom und in seiner nächsten Umgebung statt. – Im Jahre 1049 wurde Leo IX. zum Papst gewählt. – Durch das Wormser Konkordat 1122 wurde der Investiturstreit beendet. – Im April 1521 musste sich Martin Luther im (im heutigen Heylspark gelegenen und 1689 zerstörten) Bischofshof vor Kaiser Karl V. verantworten. Er weigerte sich seine Schriften zu widerrufen, was den Bruch in der abendländischen Kirche zur Folge hatte. – Der heutige Dom ist eine katholische Pfarrkirche und wurde 1925 durch den Papst zur „Basilica minor“ erhoben.

 

St. Katharina in Oppenheim

St. Katharina in Oppenheim

Es folgte der Besuch des Jüdischen Friedhofs „Heiliger Sand“ in Worms. Es ist der älteste erhaltene jüdische Friedhof in Europa. Er wurde im 11. Jahrhundert um die Zeit des Synagogenbaus (1034) angelegt. Der älteste datierbare Grabstein stammt aus dem Jahr 1059; neben ihm steht der für Jaakow haBachur (1077).

Im Anschluss wurde die gotische Kirche St. Katharina in Oppenheim besichtigt. Sie gilt als eine der bedeutendsten gotischen Kirchen am Rhein zwischen Straßburg und Köln. Die Katharinenkirche ist vor allem wegen ihrer Fenster berühmt. Die bedeutendsten sind die beiden Fenster in der Südfassade, das Lilienfenster, das 1937 neuverglast wurde, und die sogenannte Oppenheimer Rose, deren Glasscheiben aus dem 14. Jahrhundert (1332/1333) weitgehend original erhalten sind. Als Grundriss der Oppenheimer Rose diente eine Heckenrose, das Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen. Die Mitte des Fensters ziert der Reichsadler, das Oppenheimer Stadtwappen. Im Kreis um das Stadtwappen sind die Wappen der Oppenheimer Ratsherren aus dem Jahre 1332/33 angeordnet. Überwältigt von den Eindrücken des Vormittags begaben wir uns auf die Weiterfahrt nach Mainz. Fortsetzung folgt.

Quellen: www.wormser-dom.de und wikipedia

 

 

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