Breisach Aktuell

Wallfahrt Teil I. – Dom zu Speyer

Teil I.: Wallfahrt zu den Heiligen Drei Königen von Breisach nach Köln

 

Das Jahr 2014 steht für die Stadt Breisach am Rhein ganz im Zeichen des 850 jährigen Jubiläums der Überführung der Reliquien unserer Stadtpatrone St. Gervasius und St. Protasius durch Erzbischof Reinald von Dassel von Mailand nach Breisach. Die Reliquien der Heiligen Drei Könige wurden nach Köln gebracht. Dieses Jubiläum war auch der Anlass für eine außergewöhnliche Wallfahrt, deren Ideengeber Dr. Erwin Grom und Harald Hensle für den Streckenverlauf zu Land und zu Wasser verantwortlich zeichneten. Die Ruderer des TV Breisach haben sich wie vor 850 Jahren auf den Weg nach Köln gemacht, um symbolisch den Schrein in den Kölner Dom zu bringen. Die Ruderer werden am Land von einer 70 köpfigen Busreisegruppe begleitet, die die zum Teil gleichen Stationen anfahren haben. Das erste Treffen war kurz vor Speyer in den Mittagsstunden.

Sicher ein denkwürdiger Moment: die Buspilger, allen voran Pfarrer Werner Bauer, treffen kurz vor Speyer die Ruderwallfahrer.

Sicher ein denkwürdiger Moment: die Buspilger, allen voran Pfarrer Werner Bauer, treffen kurz vor Speyer die Ruderwallfahrer.

Der gesamte Bus stand am Rheinufer und applaudierte den Ruderern, die diese mentale Unterstützung gut gebrauchen konnten. Mit dem Segen des Pfarrers Werner Bauer machten sie sich weiter auf den Weg Richtung Worms. Die Buspilger nahmen dann an einer Andacht im Dom zu Speyer mit Domdekan Dr. Christoph Kuhl teil. Obwohl im Allgemeinen gilt, dass bei einer Wallfahrt nicht der Weg, sondern das Ziel im Vordergrund steht, so kann man aber die einzelnen Etappen auch als Einzelziele bezeichnen. Und so wurde natürlich neben der Andacht auch eine Führung durch den Dom vorgenommen. Der Kaiserdom zu Speyer zählt zu einem der bedeutendsten Baudenkmäler der Romanik und ist die größte erhaltene romanische Kirche Europas. Als Grabstätte salischer, staufischer und habsburgischer Herrscher gilt der Dom als Symbol des mittelalterlichen Kaisertums. Der uns wohl bekannteste Herrscher ist Rudolf von Habsburg. Der erste Bau (1061) bestand aus einer kreuzförmigen Basilika mit zwei Osttürmen, die neben dem Altarraum lagen. Der später begonnene Westbau, der neben den beiden Türmen errichtet wurde, weist eine Gliederung der Mittelwände mit hohen Blendarkaden und kreuzgratgewölbten Seitenschiffen auf. Die Ostteile ließ Kaiser Heinrich IV. Ende des 11. Jahrhunderts erneuern. Nach den verheerenden Bränden 1137 und 1159, die große Teile des Domes zerstörten, wurden die Gewölbe zum Teil erneuert. Im Querhaus wurden Kreuzrippengewölbe erstellt. Im pfälzischen Erbfolgekrieg wurde der Dom 1689 von den Truppen Ludwigs XIV. schwer beschädigt. Die Kaisergräber wurden geplündert und der Dom am 31. Mai 1689 in Brand gesetzt. Fast alle Bauteile von der fünften östlichen Fensterachse an bis zum Westquerhaus waren zerstört. 1758-77 wurde der Dom wieder aufgebaut und mit einem barocken Westwerk versehen. Kurz nach Fertigstellung wurde er in der Zeit der Französischen Revolution erneut so schwer beschädigt, daß er abgerissen werden sollte. Ab 1818 bis 1821 wurde der Dom wieder instandgesetzt. Von 1846 – 1854 wurde im Auftrag des Bayerischen Königs Ludwig I. der Innenraum durch den Künstler Schraudolph im Nazarener Stil ausgemalt. 1854 – 1858 wurde der Westbau durch Heinrich Hübsch in neuromanischem Stil erbaut. 1900 wurden die Königsgräber geöffnet und im Folgenden die Kaisergruft geschaffen, wie sie sich heute darstellt. Die Ausmalungen Schraudolphs wurden bei der Restaurierung von 1957 – 61 bis auf wenige Ausnahmen entfernt, um den alten Raumeindruck wieder herzustellen.

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag! Unsere Sharing-Buttons stehen im Einklang mit dem deutschen Datenschutzrecht.

Das könnte Dich auch interessieren …