Breisach Aktuell

Waldemar Isele feierlich verabschiedet

Ansgar Horsthemke (r.) vom Genossenschaftsverband Baden-Württemberg zeichnete Waldemar Isele mit der Raiffeisen-Schulze-Delitzsch-Medaille aus. Bild: BA

Winzergenossenschaft Vogtsburg-Achkarren:

Eine feierliche Verabschiedung wurde dem langjährigen Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Achkarren Waldemar Isele zu teil.
28 Jahre stand er als Geschäftsführer in der Verantwortung der Winzergenossenschaft. Viele seiner Weggefährten, Freunde und Mitarbeiter waren der Einladung an diesem Abend gefolgt. Der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband ehrte den erfolgreichen Geschäftsführer Waldemar Isele mit der Raiffeisen-Schulze-Delitzsch-Medaille. Beim Sektempfang zu Beginn der Feierlichkeiten vor dem Haus der Achkarrer Winzer, hieß der bisherige Hausherr die Gäste willkommen.

 

Michael Kunzelmann Vorstandsvorsitzender der Winzergenossenschaft beschrieb den Weg von Waldemar Isele als eine Reise auf dem Jacobsweg  durch  das Leben. Der Vorsitzende berichtete über die Zahlen und Fakten des erfolgreichen Geschäftsführers.  Deutlich machte Kunzelmann die erfolgreiche Arbeit von Waldemar Isele an Hand von Zahlen und Fakten. Nach seiner erfolgreichen Ausbildung zum Bankkaufmann und Studium zum Diplomkaufmann war Isele drei Jahre bei der Raiffeisenbank Kaiserstuhl. Anschließend elf Jahre Betriebsleiter bei der WG Jhringen. Im Oktober 1988 wurde er Geschäftsführer und Vorstand der Winzergenossenschaft Achkarren. Es sei ihm gelungen, in kurzer Zeit das schlingernde  Schiff wieder in sicheres Fahrwasser zu steuern sowie die Mitarbeiter zu motivieren. Mit der Stabilisierung der Finanzen hat er es geschafft, das Einkommen der Winzer zu sichern. In seiner Zeit als Geschäftsführer wurden 360.150 Hektoliter Wein vermarktet mit einem Umsatz von über 110 Millionen Euro erzielt und über 66 Millionen Euro an Traubengelder ausbezahlt. Zahlreiche Investitionen wurden vorgenommen. Investiert wurde in eine moderne Abfüllanlage, in die Erhaltung der Kellereianlagen sowie in eine Solaranlage, die mit Gewinn arbeitet.

 

Als Denkmal wird für lange Zeit das neu umgebaute Verwaltungsgebäude für alle sichtbar sein, lobte Michael Kunzelmann  den scheidenden Geschäftsführer.Der Geschäftsführer Michael Brand von „Weinland-Baden“ erinnerte an die langjährige gemeinsame Zusammenarbeit. Einige Jahre hatte Isele das Amt als stellvertretender Beiratsvorsitzender bei Weinland-Baden inne. 22 Millionen Flaschen Wein aus Achkarren habe man in dieser Zeit in Deutschland verkauft, berichtete Brand, der Isele  und seiner Frau Karin dankte. Dem Ehepaar Isele übergab der frühere Geschäftspartner eine bunte Palette an Weinen nebst einem Reisegutschein. Die Kaiserstühler Geschäftsführer, ließen durch ihren Sprecher Günter Zimmermann einen Weingruß an den scheidenden Geschäftsführer aus Achkarren überreichen. Zimmermann erinnerte, dass Isele Mitbegründer des Grauburgunder Preises sei, auch werde er als Ruheständler der Kaiserstühler Weinmarketing weiterhin angehören.
Der Genossenschaftsverband Baden-Württemberg, ließ durch Ansgar Horsthemke Grüße überbringen, er lobte das große Engagement von Waldemar Isele, der sich über viele Jahre bei der Weinwerbezentrale engagierte. Angesicht seiner großen Verdienste zeichnete  Horsthemke, Waldemar Isele mit einer Urkunde und der Raiffeisen-Schulze-Delitzsch-Medaille aus.    Mit dem Zitat von  Anatole France:  „Alle Veränderungen, sogar die meistersehnten, haben ihre Melancholie. Denn was wir hinter uns lassen, ist ein Teil unserer selbst. Wir müssen einem Leben Lebewohl sagen, bevor wir in ein anderes eintreten können“, erinnerte Wolfgang Zacher vom Büro Grafikdessin auf die Veränderungen im Leben.

Der Kellermeister der Winzergenossenschaft Achkarren Christoph Rombach, dankte seinem scheidenden Vorgesetzten im Namen der Mitarbeiter für das seit Jahren bestehende gute Arbeitsverhältnis  mit der Verwaltung. „Du hast uns geführt wie eine Großfamilie“, lobte der Kellermeister den bisherigen Geschäftsführer. Besonders gefreut habe er sich, erzählte Rombach,  als ihm 2009 nach der Verleihung des Ehrenpreises Isele das Du angeboten hatte.

 

28 Jahre als Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Achkarren, eine arbeitsreiche jedoch auch eine schöne Zeit, blickte der scheidende Geschäftsführer nachdenklich zurück. Drei Vorstände und vier Kellermeister haben ihn in dieser Zeit erfolgreich unterstützt. All die Jahre hatten wir mit den Mitarbeiter ein gutes Arbeitsverhältnis, als Chef habe er sich nie gesehen, sondern als Mannschaftsführer, betonte er.  Gerne erinnere er sich noch an seinen ersten Arbeitstag im Oktober 1988, das Weinwochenende mit einer großen Weinprobe stand auf der Agenda, erzählte Isele. Seinem Nachfolger Denis Kirstein wünschte er eine erfolgreiche Zukunft. Besondere Lob- und Dankesworte hatte er für seine „Karin“ bereit, sie habe ihm in all den Jahren den Rücken freigehalten.

ie WG-Verwaltung überreichte Isele eine Flasche 1948er Ruländer Spätlese vom Schlossberg, eine besondere Rarität aus dem Keller der Winzergenossenschaft.

Mit stehenden Ovationen ging die Epoche Waldemar Isele in Achkarren zu Ende.  Bei einem exzellenten Menü, vom Hotel Krone Achkarren und edlen Weinen von der Winzergenossenschaft, saßen die Gäste noch einige Zeit gemütlich zusammen.

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