Markgräfler Bürgerblatt

Vor 70 Jahren – Freiburg in Flammen

Freiburg. Am 27.November 1944, kurz vor 20 Uhr, erlitt Freiburg ein Inferno: Binnen einer halben Stunde bombardierten 351 englische Flieger Stadt mit 20.000 Spreng- und Phosphorbomben.
Der Angriff in der Endphase des 2. Weltkriegs war ohne jeden militärischen Sinn und unterstützte nur die Propaganda des Nazi-Regimes.“Die deutsche Luftüberwachung erkannte erst wenige Minuten vor dem Angriff, dass Freiburg Ziel des einfliegenden Bomberverbandes war“, so die offizielle Stadtchronik „Geschichte der Stadt Freiburg“ von 1992.
Die Auswirkungen waren entsetzlich. Neben den rund 10.000 Verletzten und 3.000 Toten wurde rund ein Drittel des Freiburger Wohnungsbestandes zerstört. An jenem Abend und in der Nacht war das Stadtzentrum ein Meer aus Flammen. Das Freiburger Münster überstand durch Zufall die Attacke. Weniger Glück hatten Verschüttete, die stundenlang um Hilfe riefen oder bei lebendigem Leib verbrannten.
Der Anblick der zerstörten Stadt Freiburg zum Jahreswechsel 1944/1945 war niederschmetternd. Viele der geschockten Bürgerinnen und Bürger hielten einen Wiederaufbau für ausgeschlossen.(KA)

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