Markgräfler Bürgerblatt

Vogelpohl im ersten Wahlgang erfolgreich

Martina Vogelpohl, Dr. Carsten Vogelpohl, der neue Bürgermeister von Bad Bellingen, und Bürgermeisterstellvertreterin Monika Morath (v.l.) am Wahlabend vor dem Rathaus. Foto: hz

Bürgermeisterwahl Bad Bellingen

Bad Bellingen. Dr. Carsten Vogelpohl, promovierter Politologe und Geschichtswissenschaftler und bisheriger Wahlkreisbüroleiter des CDU-Bundestagsabgeordneten Armin Schuster, ist der neue Bürgermeister von Bad Bellingen.

Für ihn selbst überraschend, setzte er sich bereits im ersten Wahlgang klar von den Mitbewerbern, dem Gemeinderat und Diplom Önologen Philip Dahm und Tourismusexperte Peter Hallebach ab. Bei einer Wahlbeteiligung von 54,85 Prozent, holte Vogelpohl 63,56 Prozent der abgegebenen Stimmen. Von 3.481 wahlberechtigten Bürgern gaben 1.907 ihre Stimme ab. Philip Dahm erhielt 546 Stimmen oder 28,63 Prozent. Peter Hallebach wurde von 145 Bürgern gewählt und erhielt umgerechnet 7,6 Prozent.

Für Vogelpohl selbst kam das eindeutige Votum völlig überraschend. Wie viele Wähler hatte er ursprünglich erwartet, in einem zweiten Wahlgang gegen Philip Dahm antreten zu müssen, der ebenfalls einen überzeugenden Wahlkampf geliefert hatte. Dahm war übrigens einer der ersten, der Vogelpohl gratulierte, nachdem Monika Morath als Bürgermeisterstellvertreterin auf den Stufen vor dem Rathaus das Wahlergebnis verkündet hatte und dem neuen Bürgermeister symbolisch schon einmal die Amtskette umhängte. Vogelpohl bedankte sich unter anderem bei seiner Frau Martina und bei mehr als 300 Bürgern, die zum Rathaus gekommen waren und seinen Sieg beklatschten. Mit den beiden Mitbewerbern habe es ein faires Rennen gegeben, hielt er fest. Er freue sich nun auf seine neue Aufgabe – zu welchem Datum er sein Amt nun antrete sei noch offen, denn vorab müssten noch Formalien geklärt werden.

Vogelpohls Wahl bestätigt einmal mehr den Trend, dass die Zeiten, in denen ein Kandidat aus der Gemeinde einen Heimvorteil gegenüber Mitkonkurrenten hat, wohl vorbei sind. Bei Bürgermeisterwahlen in den vergangenen Jahren etwa in Kandern, Efringen-Kirchen oder Eimeldingen machten die Kandidaten „von außen“ das Rennen. Ein Bad Bellinger Gemeinderat erklärte dies so: „Die Bürger schauen mittlerweile sehr stark auf die Unabhängigkeit gegenüber bestehenden Strukturen in den Gemeinden, aber auch auf die politische Vernetzungen der Kandidaten Richtung Land und Bund.“ (hz)

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