Markgräfler Bürgerblatt

Viessmann: Verständnis für den Kunden-Ärger!

Heizkessel-Abenteuer – Teil 2

In unserer jüngsten Ausgabe berichtet unser Mitarbeiter Uli Homann von seinen Abenteuern mit einem Viessmann-Heizkessel, der seinen Dienst kurz vor Weihnachten einstellte. Uli Homann hatte so Gelegenheit, sich mit den Tücken, Erstaunlichkeiten und Absurditäten europäischer Vorschriften, Nickligkeiten und unverständlichen Ersatzteilbeschaffungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Hier die Fortsetzung: Viessmann nimmt Stellung!

„Der Heizungs-Hersteller Viessmann hat auf Anfrage dieser Zeitung zu der Tatsache Stellung genommen, dass wesentliche Steuerelemente für Viessmann Gasbrennwert-Kessel in Deutschland nicht mehr zur Verfügung stehen, in Frankreich aber noch leicht erhältlich sind. Nach unseren Informationen mussten schon etliche Viessmann-Kunden in der Region neue Heizungsanlagen installieren, obwohl der mit hohen Kosten verbundene Austausch nicht nötig gewesen wäre, hätte das international tätige Unternehmen von der Verfügbarkeit der vermeintlich nicht mehr lieferbaren Ersatzteile gewusst.

Dass das zentrale Steuerelement für Anlagen des verbreiteten Typs Vitodens in Deutschland nicht mehr lieferbar ist und die Gasbrennwertkessel damit teils Jahre vor dem Ende ihrer nach Viessmann-Angaben auf 25 Jahre taxierten Lebensdauer irreparabel ausfallen, begründet das Unternehmen laut seinem Sprecher Michael Wagner mit einem Wasserschaden beim Hersteller der Steuerelemente. Dieser Zuliefer-Betrieb habe die Produktion vor mehr als einem Jahr eingestellt. Das sei „sehr ärgerlich“ für die Kunden, betonte Wagner, und wies daraufhin, Betroffenen biete Viessmann bei einer Installation eines neuen Gasbrennwertkessels „großzügige Rabatte“ an. Dass deutsche Handwerker von Viessmann nicht über die Möglichkeit informiert wurden, Steuerelemente in anderen Ländern wie zum Beispiel Frankreich zu ordern, sei, so Wagner, „einfach Mist“.

Der Vertrieb von Viessmann sei auf Grund der Recherchen dieser Zeitung von ihm darauf hingewiesen worden, dass die Ersatzteile in Frankreich zum Beispiel noch erhältlich sind. Wie viele Geräte auf Grund des Ausfalls der Steuerelektronik frühzeitig hätten ausgetauscht werden mussten, konnte Michael Wagner auf Anfrage nicht sagen. Er erklärte, die geschilderte Malaise mit Gasbrennwertkesseln entspreche nicht dem Anspruch des Unternehmens.“ (uh)

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