Markgräfler Bürgerblatt

Tüftlerschmiede HAG

HAG-Leiter Winfried Sturm zeigt das Unheil verkündende Seismogramm vom 26. Dezember 2004. Foto: privat

Zeuge der Tsunami-Katastrophen

Staufen. Zehn Jahre ist es her seit die erste Bebenwelle der Tsunami-Katastrophe die HAG-Seismik-Station der High-Tech-Tüfterschmiede im Keller des Faust-Gymnasium am 26. Dezember 2004 kurz nach Mitternacht erschütterte. Vor fast vier Jahren dann das folgenschwere Tsunami-Ereignis in Japan am 11. März 2011.
Exakt um 2:01:35 Ortszeit/Staufen erregte die Primärwelle nach nur etwa 13 Minuten Laufzeit den HAG-Seismographen in fast 10.000 km Entfernung. Gefolgt von immer größeren Ausschlägen kündigte sich im Seismogramm eine Katastrophe an, die alles Bisherige übertreffen sollte. Das fast vollständig schwarz gezackte Monitorbild deutete auf ein gewaltiges Beben der Stärke 9 hin, das zu einem der stärksten und katastrophalsten Auswirkungen weltweit wurde.
Die unvorstellbare Naturgewalt hatte den HAG-Seismographen exakt nach 12:45 min erreicht. Dies zu einer Zeit, wo die Tsumani-Wellenfront noch mindestens 30 Minuten unterwegs war, um danach ihre verheerende Zerstörungskraft auf die nahe gelegenen Küstenbereiche und die dort ahnungslosen Menschen zu entladen. Auch zehn Jahre danach ist immer noch tiefe Trauer über die mehr als 230.000 Flutopfer präsent, begleitet von Fassungslosigkeit und Ohnmacht vor solchen schrecklichen Naturgeschehen. Das Schlimme , sagt HAG-Leiter Winfried Sturm, sei, dass die Zahl an Toten hätte drastisch vermindert werden können, wenn man die relativ große Tsunami-Vorwarnzeit von knapp 50 Minuten direkt nach dem Seebeben genutzt hätte.
Von gleicher verheerender Wirkung war das Tsunami-Beben vor Japan vom 2011, begleitet von einer atomaren Katastrophe.

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