Markgräfler Bürgerblatt

„Tüftler“ Winfried Sturm wird 70

Jubilar Winfried Sturm mit seiner Frau, die ihm stets helfend zur Seite stand. Foto: privat

Ein Vollgas-Leben

Staufen. 70 Jahre wird er nun am 10. Mai alt und ist kein bisschen ruhiger: Winfried Sturm, ehemals Lehrer am Faust-Gymnasium, „Pauker“ aus Berufung und mit Lust!
Früh von Technik gefesselt, hilft dem in Leipzig Geborenen seine Kreativität, die Mangelsituation zu überwinden: Er kreiert Neues aus Schrott vom Hinterhof. Mit 13 erfolgt die Flucht in die Freiheit nach Köln. Alle Habe ist verloren, aber: „Not macht erfinderisch“ – aus Sperrmüll lässt er Brauchbares entstehen.
Seine Berufung als Naturwissenschaftler führt ihn ans Faust-Gymnasium Staufen. „Weg von Kopflastigkeit, hin zu Praxis!“, ist sein Konzept, aus der 1982 die heute international erfolgreiche Tüftlerschmiede (HAG) hervorgeht, die er noch immer leitet. Als weltweit ausgezeichneter Erfinder hat er ein Gespür für Innovatives. Der Inhaber mehrerer Patente ist als Globetrotter, MINT-Botschafter und internationales Jurymitglied auf Erfindermessen weltweit aktiv.
„Wer Wind sät, wird Sturm ernten“ haben manche seiner politischen Gesprächspartner in hitzigen Diskussionen erleben können, denn einen Maulkorb hat er sich nie anlegen lassen, „positive Penetranz“ zeichnet ihn aus, Höhen und Tiefen nutzt er als Chance. Seine Schwerbehinderung vor 26 Jahren öffnet sein Herz für Behinderte, er betreut Häftlinge, widmet sich Flüchtlingen, weil er ja selbst einer war. Zahlreiche Ehrungen belegen sein Engagement – „Lehrer des Jahres“, „Staufer-Verdienstmedaille des Landes“, „Ehrenmedaille 50 Jahre Baden-Württemberg“.
„Ohne Familie und Unterstützung seiner Frau während der gemeinsamen 42 Jahre  hätte ich das alles nie realisieren können“, fügt Sturm dankbar an. Er wird auch weiter seinem Motto folgen: „Jetzt erst recht!“

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