Markgräfler Bürgerblatt

Trotz Turbulenzen ein gutes Ergebnis

Stellten ein trotz aller Turbulenzen zufriedenstellendes Geschäftsjahr vor. Schwarzwaldmilch-Aufsichtsratschef Markus Kaiser, Geschäftsführer Andreas Schneider und Caroline von Ehrenstein, Leitung Marketing und Kommunikation. Foto. paw

Schwarzwaldmilch GmbH, Freiburg:

Freiburg. Zufrieden ist die Schwarzwaldmilch GmbH, Freiburg, mit dem Geschäftsjahr 2016: Man habe, so Geschäftsführer Andreas Schneider, in einem „superschwierigen Milchmarktjahr“ nur sehr leichte Umsatzrückgänge bei gleichzeitigem Ausbau des Absatzes hinnehmen müssen. Klartext: das genossenschaftliche Unternehmen, das von rund 1.046 Höfen seine Milch bezieht, erwirtschaftete mit 370 Mitarbeitern 2016 einen Umsatz von 163,1 Mio. Euro (- 0,7 Prozent) bei einem Absatz von 164.239t Milchprodukten (+ 2,9 Prozent). Damit konnte ein Bilanzgewinn von rund zwei Mio. Euro erzielt werden. Im gleichen Zeitraum hatten die 216 genossenschaftlichen Molkereien bundesweit 11,8 Mrd. Euro Umsatz erreicht, minus fünf Prozent!

„Wir sind nie zufrieden und wollen auch nie Durchschnitt sein“, so Schneider. Seine Genossen dürfte es ihm danken, denn sie konnten sich über den zweithöchsten Milchpreis in der Republik freuen: durchschnittlich 34,66 ct/kg brutto zahlt das Unternehmen; der durchschnittliche Bio-Milchauszahlungspreis betrug 52,02 Ct/kg brutto, weitere Erhöhungen seien geplant.

Rund 10,5 Mio. Euro wurden in Modernisierung und den Ausbau der Produktionsanlagen investiert; man habe am Ausbau des Bekanntheitsgrades der Marke gearbeitet und mit dem SC Freiburg einen kompetenten und ins Markenbild passenden Partner gefunden. Über die finanzielle Höhe des Engagements, das langfristig angelegt sei, wollte Schneider nichts sagen. Mit spitzem Stift habe man die Frage einer eigenen Käserei durchgerechnet: Zwar sei noch kein endgültiger Beschluss des Aufsichtsrates erfolgt, das Gremium betrachte jedoch die Planung positiv, so dass voraussichtlich 2018 mit dem Bau einer „Käsemanufaktur“ begonnen werde. Dort sollen jährlich rund 1.000t „hochwertiger und hochpreisiger“ Käse entstehen, für die rund 10.000t Milch benötigt würden. Die Kosten für den Neubau beliefen sich auf etwa 7 bis 8,5 Mio. Euro. Über den Standort der Käserei wurde Stillschweigen bewahrt.

Bis Ende Mai habe man ein Umsatzplus von 12,5 Prozent erzielt und man erwarte, so Schneider, dieses Plus bis Jahresende halten zu können. (paw)

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag! Unsere Sharing-Buttons stehen im Einklang mit dem deutschen Datenschutzrecht.

Das könnte Dich auch interessieren …