Markgräfler Bürgerblatt

THW – Brückenbau-Übung

Zell am Harmersbach. Rund 25 HelferInnen aus den Ortsverbänden Biberach, Breisach und Müllheim drehen an zwei Samstagen und Sonntagen im Juli unzählige Schrauben in die vorgeplanten Öffnungen, um am Ende aus einer Vielzahl von Einzelteilen eine vollständige und einsatzbereite Brücke fertig zu stellen – und all dies im Rahmen einer Übung.

THW Brueckenbau_THW_2

Die Brücke hat eine Spannweite von ca. 32 m und eine nutzbare Breite von zwei Fahrspuren. Die Brücke ist mit schweren LKW nutzbar. Um diese Lastklasse zu erreichen werden aus einzelnen Stahlteilen Fachwerkträger und Fahrbahnplatten miteinander verschraubt. Besonderheit dieser Brücke wird eine zweiwandige und nochmals verstärkte Trägerkonstruktion sein. Dazu wird das Material für die Brücke mittels circa 10 LKW-Zügen einer Spedition aus dem Brückenbaulager in Schiefbahn, bei Mönchengladbach, unter der Woche nach Zell angeliefert. Die Anlieferung erfolgt von Montag 9. Juli bis Donnerstag 12. Juli, so dass für die Brücke schlussendlich knapp 80 t Material, darunter über 5.000 Schrauben vor Ort gelagert sind.

80 Tonnen, 5.000 Schrauben, eine Brücke

Der Bau beginnt am Freitag, 13. Juli, geplant ist, dass die Brücke vollständig am Sonntagabend, 22. Juli, fertig auf dem Lagerplatz steht. Die Koordination obliegt der Fachgruppe Brückenbau aus Müllheim. Durch die Kollegen aus Breisach wird ein Ladekran bereitgestellt, um bei den Arbeiten den Kran aus Müllheim zu unterstützen. Der Ortsverband Biberach als örtlich zuständiger Ortsverband wird in die Bauarbeiten einbezogen, um im Einsatzfall ausgebildet zu sein.

Für interessierte Besucher wird am Sonntag, 15. Juli, 12 Uhr, eine Fragestunde und Baustellenerläuterung erfolgen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Treffpunkt ist ausgeschildert.

THW Brueckenbau_THW

Die Besonderheit der THW-Einheit Fachgruppe Brückenbau besteht darin, dass diese im ganzen Bundesgebiet lediglich 14 mal vorgehalten wird. Die Führungsmannschaft besteht teilweise aus Architekten, Bauingenieuren, Ingenieuren und Technikern. Mehrere Brücken in wenigen Tagen zu errichten, wie 2002 beim Elbehochwasser oder 2016 in vom Hochwasser schwer beschädigten Braunsbach, kann im Katastrophen-Einsatz nur gelingen, wenn jeder Handgriff sitzt und nicht erst überlegt werden muss. Anfang diesen Jahres wurde durch die Fachgruppe Brückenbau aus Müllheim in Bad Krozingen eine aufgrund Rissbildung gesperrte Brücke innerhalb weniger Tage mit einer Behelfsbrücke ersetzt.

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