Markgräfler Bürgerblatt

Teeanbau am Tuniberg

Green Tea aus Green City?

In drei Jahren könnte eine Tee-Zeremonie mit einheimischem Tee Tuniberg Wirklichkeit werden. Foto: rs

In drei Jahren könnte eine Tee-Zeremonie mit einheimischem Tee Tuniberg Wirklichkeit werden. Foto: rs

Freiburg. Es hörte sich eher nach einem verspäteten Aprilscherz als nach einer ernstgemeinten Nachricht an, was Dr. Bernd Dallmann, Chef der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH (FWTM) und Vorsitzender des China-Forums Freiburg e.V., jüngst skeptischen Pressevertretern verkündete: Es gebe demnächst Grünen Tee aus der Deutschlands Grünster Stadt.
Nach gründlichen Untersuchungen der Klima- und Bodenbeschaffenheit durch das Regierungspräsidium Freiburg und durch chinesische Teeanbauexperten, wurden einmal 100m² und dreimal 300 m² Feldfläche in Freiburg-Opfingen als geeignete Teeanbauflächen ausgewählt. Mitte Juni, nach Vorziehen des Samens im Sandbeet, wurden die Sämlinge auf die Felder ausgebracht und, wie vom Spargelanbau bekannt, mit Planen abgedeckt. Nach 40 Tagen sollen die ersten Keimlinge durch die Planen sprießen. In drei Jahren könnten dann, wenn alles gut geht, die ersten Teeblätter geerntet werden.
Entstanden ist diese ungewöhnliche Idee im Oktober 2012 anlässlich der Besiegelung der Städtefreundschaft Freiburg/Qingdao. Bernd Dallmann und Hua Yusong, Direktor des Stadtbezirks Shinan von Qingdao beschlossen den Austausch von Kulturgütern: Während Grüner Teekünftig am Tuniberg angebaut werden soll, im werden Rebstöcke und önologisches Know-How nach China importiert. Zwei Agrarexperten der Akademie für Agrarwissenschaften betreuen das Projekt in Quingdao, die Firma Erwin Wagner GbR hat im Auftrag des China Forums Freiburg hier Anbau und Pflege der Teepflanzen übernommen. (rs)

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