Breisach Aktuell

Taxipreise festgelegt!

Zur Information:

Der öffentliche Personennahverkehr ist im Bereich des Mittelzentrums Breisach hervorragend ausgebaut. Nicht nur die Breisgau-S-Bahn dokumentiert dies, sondern auch die innerstädtischen Busverbindungen in der Stadt, seit einiger Zeit noch durch den Bürgerbus ergänzt.
Gleichwohl sind Taxis unverzichtbar. Vor allem natürlich, weil sie zu jeder Tages- und Nachtzeit Menschen von A nach B befördern. Kaum möglich wäre es auch, Schüler- oder Patiententransporte ohne Taxis zu organisieren. Sowohl für die Kommunen als Schulträger wie für die Krankenkassen sind die Taxiunternehmen wichtige Partner. Tatsächlich sind Taxis Teil des öffentlichen Personennahverkehrs. Die Verkehrsbehörden legen die Tarife fest, die innerhalb des jeweiligen Tarifgebiets von den Taxiunternehmern verlangt werden dürfen und müssen. Seit 1. Oktober greift im Breisgau-Hochschwarzwald nun ein neuer Tarif, der für alle Taxis im Landkreis verbindlich ist. Sehr verbindlich sogar: Taxiunternehmer sind verpflichtet, den neuen Tarif im Taxameter einzuspeichern. Das Gerät wird jährlich im Eichamt überprüft und verplombt. Für den Fahrgast bedeutet dies, dass er sich darauf verlassen kann, nach immer den gleichen Sätzen befördert zu werden – der Taxifahrer darf innerhalb seines Tarifgebiets keine Zuschläge verlangen, die nicht in der Tarifordnung stehen, und individuelle Festpreise – also so genannte Fahrtpauschalen – sind schlicht verboten. Lediglich dann, wenn das Gebiet des Landkreises verlassen wird, sind Abweichungen von den festgelegten Tarifen möglich. Jan-Felix Utecht, Inhaber des Breisacher Taxiunternehmens „Taxi Schätzle“ mit rund 40 Fahrern kommentiert das so: „Viele unserer Kunden denken, Taxipreise dürften willkürlich festgelegt werden. Das ist eben nicht der Fall, das wäre illegal. Der Taxifahrer hat keinen Einfluss auf den Fahrpreis.“ In den vergangenen Jahren hat sich die Branche auch stark verändert. Viele kleine Unternehmen sind in vielen Fällen aus wirtschaftlichen Gründen aus dem Taxigeschäft ausgestiegen. Wie in Breisach, wo es früher drei Taxiunternehmen gab, von denen eines, eben „Taxi Schätzle“ übriggeblieben ist. Fakt ist allerdings auch, dass die Organisation eines Taxiunternehmens mittlerweile hohen, auch bürokratischen Aufwand verlangt – wegen oft extremer, kurzfristig auftretender Auftragsschwankungen muss beispielsweise immer eine gewisse Zahl von Fahrern vorgehalten werden. Angestellte Taxifahrer unterliegen wie andere Arbeitnehmer auch dem seit 2015 geltenden Mindestlohngesetz und der Taxiunternehmer ist verpflichtet, ihre Arbeitszeit exakt zu dokumentieren.
Natürlich hat die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns von 8.50 Euro/ Stunde auf 8.84 Euro/Stunde auch Auswirkungen auf die neuen Tarife, die jetzt vom Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald festgelegt worden sind.

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