Stadtanzeiger Breisach

Tag der Ausbilder

SchülerInnen der Klasse 9a zusammen mit ihrem Lehrer Oliver Staib und Hansjörg Schopferer von Hekatron. Foto: Sven Schnorr

Engagement ist das allerwichtigste

„Wisst ihr schon, was ihr nach der Realschule einmal machen wollt?“, fragte Hans-Jörg Schopferer und schaute dann gespannt in die Gesichter der zwei Schülerinnen und drei Schüler, die um ihn herum am Tisch saßen. Während sich zwei sicher waren, nach der Mittleren Reife eine weiterführende Schule besuchen zu wollen, wussten die drei anderen noch nicht, wie es in eineinhalb Jahren weitergehen soll.

Dies, so Hansjörg Schopferer weiter, sei ganz normal. Der Ausbilder bei Hekatron in Sulzburg war an diesem Morgen in die Hugo-Höfler-Realschule gekommen, um sich einmal anzuschauen, wie der Alltag in einer Realschule so aussieht. Um sich ein genaueres Bild davon machen zu können, hatte er sich eine Physik-, eine Technik- und eine Mathematikstunde angeschaut. Er sei beeindruckt gewesen, was heutzutage im Unterricht alles möglich sei, so der Ausbilder im anschließenden Gespräch, an dem neben den schon erwähnten Jugendlichen auch Oliver Staib teilnahm. Der Realschullehrer, der an der Breisacher Realschule die Berufsorientierung koordiniert, war über ein Angebot des Forums Schule / Wirtschaft auf die Möglichkeit gestoßen, Hansjörg Schopferer für einen Tag in die Schule einladen zu können. Zu seiner Schulzeit habe es beispielsweise nie die Möglichkeit gegeben, sich ein Thema im Mathematikunterricht in Kleingruppen erarbeiten zu können, so der Ausbilder weiter.

Wichtig sei jetzt, dass sich die Jugendlichen aus den zahlreichen Berufs- und Schulangeboten das für sie passende aussuchen könnten. Dies könne man am ehesten anhand von Praxiserfahrungen herausfinden. „Macht Praktika“, appellierte Schopferer an die SchülerInnen.

Auch auf das Thema Bewerbungen ging der Ausbilder im Gespräch mit den Jugendlichen ein. Zwar seien diese gerade im technischen Bereich stark zurückgegangen. Aber für die kaufmännischen Berufe bekomme er nach wie vor zehnmal so viele Bewerbungen wie es Stellen gibt, so Schopferer. Da kann dann schon ein unsauberer Umschlag dazu führen, dass eine Bewerbung nicht zum Zuge kommt.

Und was hatten die fünf Schülerinnen und Schüler nun von dem Tag mitgenommen? „Dass Engagement das allerwichtigste ist“, stellte eine Schülerin treffend fest. „Und dass manchmal schon Kleinigkeiten darüber entscheiden können. ob man einen Ausbildungsplatz bekommt oder nicht“, ergänzte ihr Klassenkamerad. Insgesamt hätten die Jugendlichen im Moment aber sehr gute Möglichkeiten auf dem Ausbildungsmarkt, so Schopferer zum Abschluss des Gesprächs. Von Oliver Staib.

 

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