Markgräfler Bürgerblatt

Streit um Gasnetz Staufen

Erleichterung nach Vertragsschluss (v.l.): Thorsten Radensleben (Badenova), Michael Benitz (BM Staufen) Astrid Siemes-Knoblich (BM Müllheim), Mathias Nikolay (Badenova), Jochen Fischer (GF Stadtwerke Müllheim-Staufen). Foto: Badenova

Aus Kontrahenten werden Partner

Staufen/Breisgau-Hochschwarzwald. Der jahrelange Zwist um die Übernahme des Erdgasnetzes durch die 2009 gegründeten Stadtwerke Müllheim-Staufen vom regionalen Energieversorger Badenova in Freiburg ist beigelegt.
Zwei Tage vor Weihnachten wurde ein Vertrag über die Übernahme der 110 Kilometer umfassenden Netze unterzeichnet. Staufen, Müllheim sowie deren Mitgesellschafter „KommunalPartner“ aus Tübingen zahlen dafür 8,75 Mio. Euro. Im Gegenzug werden die Netze umgehend an die Badenova zurück verpachtet, die auf zehn Jahre die Wartung übernimmt. Für die Sanierungskosten, die Badenova wegen der Rissekatastrophe in Staufen zuletzt am Gasnetz hatte, wurde im Zuge des Schlichtungsverfahrens in Staufen eine außergerichtliche Lösung gefunden.
Lange sei um den Kaufpreis gerungen worden, so Badenova-Vorstand Thorsten Radensleben. Am Ende habe man auf der Basis eines Gutachtens einen für alle Seiten passenden Preis gefunden.
Die Einigung sei „eine frohe Botschaft“, so Müllheims Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich (parteilos). Beide Gemeinderäte hätten dem Vertrag einstimmig zugestimmt, betonte zudem ihr Amtskollege Michael Benitz (parteilos) aus Staufen. Auch Jochen Fischer, der Geschäftsführer der Stadtwerke Müllheim-Staufen, zeigte sich am Montag „froh, den Knoten gelöst zu haben“. Die Stadtwerke erhoffen sich nun weitere Kooperationen mit der Badenova, zum Beispiel bei der Nahwärmeversorgung neuer Wohn- und Gewerbegebiete in Staufen.

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