Breisach Aktuell

Startsignal im Nonnental

Vogtsburg-Burkheim

Mit einem symbolischen Spatenstich wurde das Startsignal zur Flurneuordnug Nonnental gegeben.

Erhard Schneider der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft konnte zu diesem Ereignis die Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Präsident des BLHV Werner Räpple, Bürgermeister Benjamin Bohn und die Vertreter der Flurneuordnungsbehörde, unter ihnen den Leiter des Fachbereiches Flurneuordnung Edgar Faller, sowie Projektleiter Markus Muhler begrüßen. „Mit dieser Flurneuordnungsmaßnahme, trägt man dem Strukturwandel im Weinbau Rechnung, damit werde eine maschinelle Bearbeitung der Reben ermöglicht“, erwähnte Bürgermeister Benjamin Bohn. Dankesworte gab es vom Rathauschef für das Land Baden-Württemberg sowie für das Ministerium ländlicher Raum, die das Verfahren finanziell unterstützen. Dies ist ein schöner Tag für Burkheim, betonte die Landrätin Dorothea Störr-Ritter. Dieses Verfah-ren liege mit seiner einzigartigen Flora, in einer weinbaulichen Spitzenlage und kann jungen Leute einen Anreiz bieten, in Zukunft in dieser einzigartigen Kulturlandschaft zu leben und wohnen, sagte die Landrätin. Der Fachbereichsleiter Edgar Faller erinnerte, an die bisherigen drei Flurneuordnungsverfahren in Burkheim, wobei die Rheinhalde das Erste in den neunziger Jahren schon gut funktionierte. Darauf folgte Vogtsburg-Bündle II im Jahre 2002 und nun das Nonnental, dies sei Landesweit einzigartig. Hier in Burkheim haben die Flurneuordnungsverfahren ein Gesicht, in allen drei waren die gleichen Personen in der Teilnehmer Vorstandschaft die die Winzer von dieser Notwendigkeit überzeugen konnten, betonte Edgar Faller, der darauf hinwies, dass man hier mit dem Naturschutz vorbildlich zusammenarbeite. Kurz beleuchtete Projektleiter Markus Muhler die Vorbereitungen und deren Verlauf des Verfah-rens bis hin zum Spatenstich. Ziel des Verfahrens sei es dem Strukturwandel im Weinbau Rech-nung zu tragen und die Wirtschaftlichkeit auf Jahrzehnte zu verbessern. Die Umsetzung des neuen Wege- und Gewässerplans sieht im Flurgebiet vor, dass eine maschinengerechte Nutzung und somit den Einsatz eines Vollernters ermöglicht wird. „Wir möchten hier keine großen Flächen bewegen, sondern das Landschaftsbild soweit wie möglich erhalten“, sagte der Projektleiter. Damit soll die typische Kulturlandschaft für den Kaiserstuhl erhalten sowie die Aufwertung der Weinbaulandschaft aus der Sicht des Tourismuses und der Naherholung erreicht werden. Der Präsident des Badischen landwirtschaftlichen Hauptverbandes Werner Räpple verwies auf die Notwendigkeit, solch einer Flurneuordnung, denn diese sei zur Sicherung des Berufstandes von Winzer und Landwirten von größter Wichtigkeit. Das Vorhaben umfasst eine Fläche von 36,3 Hektar und bestand aus 384 Flurstücken, die teils verkauft oder getauscht wurden.. Die Ausführungskosten sind mit 1,1 Mio. Euro kalkuliert. Die Grundzuschüsse betragen 65%, Zuschlag für die Umsetzung eines integrierten ländlichen Entwick-lungskonzeptes10%, Zuschlag für besondere ökologische Zielsetzung 2%, somit liegt der Förder-satz bei 77%, Der freiwillige Beitrag der Stadt Vogtsburg beträgt 10%. Sybilla Grafmüller von der ausführenden Baufirma, sicherte der Teilnehmergemeinschaft eine rasche Umsetzung der Flurumlegungsmaßnahmen zu. „Nun haben wir die theoretische Prüfung abgelegt, jetzt kommt die Praktische, bei den Umsetzungsmaßnahmen“, sagte der Vorsitzende Schneider von der Teilnehmergemeinschaft.

 

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