Breisach Aktuell

Sprachschule eingeweiht

v. l.: Pfarrerin Christiane Drape-Müller, Kerstin Manz vom Helferkreis, Pfarrer Werner Bauer, Bürgermeister Oliver Rein, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Martin Hau und Roman Siebenhaar vom runden Tisch für Mitmenschlichkeit. Bild: privat

Das ehemalige Schwesternwohnheim in der  Kolpingstraße 14a erfuhr eine neue Widmung.

Frisch renoviert und teilweise umgebaut wurden die Räumlichkeiten eingeweiht und an den Helferkreis Breisach übergeben. Kerstin Manz und Cornelia Büchner, die erst kurz zuvor stellvertretend von der Sparkasse Staufen-Breisach den Deutschen Bürgerpreis in der Kategorie „Alltagshelden“ für den Helferkreis Breisach erhalten hatten, freuten sich gemeinsam über die neuen Räumlichkeiten im Grünen mit ihren Kollegen vom Helferkreis. Verantwortung in Breisach zeichnete sich nun in Form dieses neuen Schulhauses für Flüchtlinge aus.

Die Segnung des Hauses erfolgte in ökumenischer Eintracht. Pfarrer Werner Bauer von der katholischen Seelsorgeeinheit Breisach-Merdingen und Pfarrerin Christiane Drape-Müller von der evangelischen Martin-Bucer-Gemeinde waren vor Ort. Drape-Müller sprach den Segen aus. Gesegnet werden die Menschen, nicht Gebäude sagte Pfarrer Werner Bauer im Anschluss.  Weiter sagte er: Geduld gehöre zur Integration dazu.
Das Gebäude gehört der katholischen Kirchengemeinde. Einst errichtet als Kindergarten, danach genutzt durch die Caritas. Nach dem Auszug der Caritas wurden vom Stiftungsrat Überlegungen angestellt, wie die weitere Nutzung des Gebäudes sein könnte. Der Entschluss lautete: Das Gebäude wird sozialen Zwecken gewidmet und die Flüchtlingshilfe auf diese Art und Weise unterstützt, wie sich Martin Hau ausdrückte. Wir unterstützen einzelne Projekte in der Integration sagte Pfarrer Werner Bauer. Drape Müller freute sich über dieses „Super Gebäude“ für die Flüchtlingshilfe und wünschte den Machern Kraft, Mut , Stärke und viel Lebensfreude.
Der neue Ort der Begegnung bei der Integration von Flüchtlingen verglich Manz mit einem afrikanischen Sprichwort. „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen“.  Vor vielen Gästen bekundete Bürgermeister Oliver Rein den Rückhalt der Stadt Breisach. Die Herausforderung Flüchtlinge in der Stadt Breisach werde Hand in Hand mit den Kirchen gegangen und sagte der Flüchtlingsarbeit weitere städtische Infrastruktur zu. Integration  sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe für staatliche Stellen, Kirchen, Ehrenamt und Helferkreise. Mit realistischem Blick dankte er den Helfern in Breisach. „Sie leisten spitzenmäßige Arbeit und deswegen sage ich Dankeschön“.
Die Schule kann jetzt mit ihrer Arbeit beginnen. Was einst auf alten Schulspeichern gelagert war, ist nun Grundstock für die Innenausstattung der neuen Schule geworden. Der Deutschunterricht im Grünen kann nun in den neuen Räumlichkeiten beginnen.

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