Markgräfler Bürgerblatt

Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau: In Zukunft „kleinere Brötchen“ backen

Fotos: privat

Freiburg. Die Niedrigzinsphase mit allen Verwerfungen hat in der Bilanz der Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau kaum Spuren hinterlassen. Zwar sank die Bilanzsumme gegenüber 2015, aber die der Rückgang auf 5,34 Mrd. Euro sei, so Vorstandschef Marcel Thimm, allein dem zurückgehenden Interbankengeschäft geschuldet.
Im Kreditbereich erteilte das Institut  für 1,179 Mrd. Euro neue Kredite (plus 18,9 Prozent) und erreicht so nun eine Gesamtkreditsumme von 4,2 Mrd. Euro. Erfreulich. Die Sparkassenkunden zahlen pünktlich. Knapp zwei Drittel des Kreditvolumens sind im Firmenkundengeschäft angesiedelt, aber auch das Privatkundengeschäft hat – insbesondere im Bereich der Immobilienfinanzierung – zugelegt. 81 Mio. Euro neue Baukredite wurden bewilligt, insgesamt 374 Mio. Euro (plus 28 Mio. Euro) sind nun ausgeliehen. Ein Plus auch bei den Spareinlagen: Trotz annähernd Null-Zins haben die Kunden der Sparkasse insgesamt vier Mrd. Euro anvertraut (plus 6,1 Prozent). Mit stark gestiegenen Provisionen aus Bankgeschäften konnten die Rückgänge aus der sinkenden Zinsmarge aufgefangen werden. Vor Steuern erwirtschaftete das Team um Marcel Thimm 28 Mio. Euro, von denen 21 Mio. Euro an Steuern bezahlt werden müssen. Die verbleibenden Millionen fließen in die Rücklage, so dass das Eigenkapital auf über 306 Mio. Euro steigt, was deutlich über den gesetzlichen Anforderungen liegt.
Niedrige Zinsmarge, Digitalisierung, „ausufernde Regulierung“ belasten das Institut – man werde, so Marcel Thimm, in Zukunft wohl „kleinere Brötchen“ backen müssen.
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