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Sommerspaß an Badeseen: Wo Baden noch erlaubt ist

Nicht an allen Seen sind DLRG-Spezialisten wie am hier am Opfinger Baggersee stationiert, die im Notfall mit modernstem Gerät und bester Ausbildung zu Hilfe kommen können. Foto: Anlicker

 

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Endlich steht einem kühlen Bad nichts mehr im Wege. Sind jedoch Schwimmbäder allgemein sicher ist dies an Bade- und Baggerseen nicht unbedingt der Fall. Dennoch steigt deren Beliebtheit beim Publikum.

Oft liest man „Baden verboten!“ – was von Schwimmern gern achselzuckend abgetan wird: es handle sich um eine rein juristische Aussage: Betreiber oder Besitzer wollten nicht bei Unfällen in Regress genommen werden. Das ist zwar richtig, aber gerade an Seen, an denen noch gearbeitet wird, lauern Gefahren: kalte Strömungen, die zu Krämpfen führen können, unter Wasser verrutschen in „bearbeiteten“ Seen gern große Mengen an Kies und führen zu tödlichen Strudeln, es sind für Bagger und Abtransportgeräte gefährliche Stahltrossen – auch unter Wasser – gespannt, beim unvorsichtigen Sprung von einem Bagger kann man aufprallen, an den Ufern geht es oft abrupt steil in die Tiefe.

Problematisch oft die Parkplatzsituation: an offiziell nicht offenen Badeseen wird nicht selten wild geparkt, zum Ärger der angrenzenden Landwirte auf Feldern: trockenes Gras, Heu oder ähnliches kann sich an glühendheissen Kats entzünden und zu Bränden führen. Auch zugeparkte Anfahrtswege sind von übel – nicht nur, weil man selbst manchmal nicht weg kommt, sondern weil bei Unfällen Notarzt und Krankenwagen nicht an die Unfallstelle kommen.

Wenig schön auch oft die Müllsituation: da kein offizieller Badesee gibt es weder Mülleimer oder -container noch regelmäßigen Abtransport des Abfalls. Daher lassen viele ihre Picknick-Reste, Grill-Überbleibsel und leere Flaschen einfach liegen. Letztere werden dann gerne von Idioten zerschlagen und bilden einen zusätzlichen Gefahrenherd. Es ist nicht schön, im Dreck zu chillen, aber es ist auch nicht unangemessen, den mitgebrachten Abfall wieder mit zu nehmen.

An welchen Seen kann (nicht: darf!) man denn baden? Da gibt es den Opfinger See bei Freiburg, an dem seit 2013 nicht mehr gebaggert wird. Der See ist renaturiert, hat einen Kiosk, Toiletten und eine DLRG-Station.

Kommerziell ausgerichtet ist der Tunisee, ebenfalls bei Freiburg. Der Moosweiher ist zwar bestens per StraBa zu erreichen und weist auch einen Kiosk auf, ist aber oft überlaufen und beherbergt ausschlagauslösende Kleinstlebewesen. Schön, aber auch kommerziell ausgerichtet ist der Silbersee an der BAB 5 mit Campingplatz, Gastronomie, Toiletten, FKK-Abteil und DLRG-Station – eher schon ein Urlaubsziel.

Aus den Badeseen heraus fällt das Naturbad Sulzburg, das aus einem ehemaligen Staubecken entstanden ist. Kiosk, Planschbecken finden sich – allerdings können an sehr heißen Tagen im Schilf Zerkarien lauern.

Im Friessee bei Hartheim ist Baden im ausgeschilderten Bereich erlaubt. Im türkisblauen Wasser zu schwimmen setzt einen Fußmarsch voraus: die Anfahrt ist durch Schranken erschwert. Wunderschön ist der Burkheimer See, klares Wasser, Sandstrand und gemächlich abfallendes Ufer zeichnen ihn aus. Aber. Kein Kiosk, keine Toiletten!

Die gibt es auch nicht am Rimsinger Baggersee und entsprechend sieht es hier auch oft aus. Tiefblaues, reines Wasser und Kiesstrand samt Insel stehen gegen, Gefahren durch den Kiesabbau, schlechte Anfahrt, zumal hier ausdrücklich Baden verboten ist. Das gilt auch für den Baggersee Steinenstadt bei Neuenburg – wegen der steilen Unterwasserböschung kann ein Bad im See lebensgefährlich sein. Ebenfalls verboten, aber gern genutzt auch von den Nachbarn im Westen ist der Baggersee Zienken an der L134 bei Neuenburg.

Idyllisch liegt unser letzter See auf der Liste und es ist fast schade, dass hier baden nicht erlaubt ist: Der Grißheimer See liegt direkt am Rhein, Bäume und Büsche säumen das Ufer. Doch da hier noch gearbeitet wird, ist das ganze Areal „off Limits“!

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