Breisach Aktuell

Siko-Zweigwerk für Bad Krozingen

Bad Krozingen. Volker Kieber hat allen Grund zur Freude: mit dem Messtechnikhersteller Siko, Buchenbach, zieht ein zukunftsorientiertes Unternehmen in das Gewerbegebiet „Am Krozinger Weg“. Zwölf Millionen Euro will die Firma, 1963 gegründet und noch immer im Familienbesitz, in der Kurstadt investieren.

Attraktives Gewerbegebiet

Siko buchenbach

Auf der rund zwei Hektar großen Fläche entstehen in den nächsten zwei Jahren insgesamt zwei Gebäude. Auf insgesamt 4.000m² werden Produktion (2.800m²) und Verwaltung (1.200m²) untergebracht. „Wir erweitern mit diesem Zweitwerk unsere Produktions- und Verwaltungskapazität in Deutschland. Dort wird die Produktion unserer elektronischen Produkte, unser Vertrieb und Marketing einziehen“, so Siko-Geschäftsführer Sven Wischnewski. Insgesamt investiert die Siko GmbH, die unter anderem auch Wegmesssysteme für medizinische Anwendungen herstellt, am Standort Bad Krozingen rund zwölf Mio. Euro. Die ersten Erdarbeiten werden im Frühherbst 2018 beginnen – die Fertigstellung ist für Anfang 2020 geplant.

Siko beschäftigt am Stammsitz in Buchenbach rund 175 Mitarbeiter. 2017 erreichte das Unternehmen weltweit einen Umsatz von 30 Mio. Euro und eine Umsatzrendite von rund 15 Prozent und wurde als attraktiver Arbeitgeber mit dem TopJob-Siegel ausgezeichnet. Am neuen Standort entstehen durch den Neubau rund 60 Arbeitsplätze.

Bürgermeister Kieber betonte vor der Presse, dass „die Siko GmbH (…) genau die Zielgruppe (ist), die wir uns gewünscht haben. Wir hoffen auf eine Magnetwirkung auf andere Firmen.“ Kieber betonte, dass aufgrund struktureller Vorgaben derzeit die Gewerbesteuer – einzige von einer Kommune selbst zu steuernde Einnahmequelle – mit 5,6 Mio. Euro pro Jahr unterdurchschnittlich sei. Mit dem neuen Gewerbegebiet, dass ein „echtes Gewerbegebiet“, das heißt ohne Wohnbebauung, sein werde, will die Stadt dieser Situation abändern und dem Haushalt zu mehr Spielraum verhelfen.

Trotz des hohen Hebesatzes von 400 Prozent sei dies nie ein ernster Knackpunkt bei den Verhandlungen gewesen, betonten unisono Kieber und Wischnewski. Überzeugt habe neben der professionellen Arbeit im Rathaus durch Wirtschaftsförderin Nicole Riße-Hasenkamp und Baudezernent Paul Kopp, die Lage des Gebietes: fußläufig sei Bahnhof und damit der ÖPNV erreichbar, der Autobahnanschluss in Form der L 120 und die technische Ausstattung in Form von Breitbandverkabelung.

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