Markgräfler Bürgerblatt

SEVO – „Schüler Ersthelfer vor Ort“

Für Abwechslung bei den regelmäßigen SEVO-Treffen sorgte kürzlich das Thema Outdoor Erste Hilfe. Mit Ästen und einer Plane wurde eine Trage gebaut. Fotos: DLRG/Anlicker

Schulsanitätsdienst ist fest etabliert

Die DLRG-Jugendleiterin Sonja Frey (hinten) hat den Schulsanitätsdienst im Rahmen einer Semesterarbeit für ihr Sozialpädagogikstudium aufgebaut. Hannah Matheis (rechts) war eine der ersten Schulsanitäterinnen und ist heute selbst Erste Hilfe-Ausbilderin bei der DLRG. Sie betreut heute ehrenamtlich den Schulsanitätsdienst von DLRG-Jugend und Kreisgymnasium.

Die DLRG-Jugendleiterin Sonja Frey (hinten) hat den Schulsanitätsdienst im Rahmen einer Semesterarbeit für ihr Sozialpädagogikstudium aufgebaut. Hannah Matheis (rechts) war eine der ersten Schulsanitäterinnen und ist heute selbst Erste Hilfe-Ausbilderin bei der DLRG. Sie betreut heute ehrenamtlich den Schulsanitätsdienst von DLRG-Jugend und Kreisgymnasium.

Neuenburg. Der Schulsanitätsdienst am Kreisgymnasium in Neuenburg feierte vergangenem Monat sein zehnjähriges Bestehen. Die Idee zur Einrichtung des Schulsanitätsdienstes hatte die Biologie- und Chemielehrerin Andrea Wolf, die bei Science Days im Europa-Park auf ähnliche Projekte aufmerksam wurde. Sie wandte sich an die Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Aber, so der Leiter Ausbildung und damalige Vorsitzende der Ortsgruppe, Alexander Anlicker, für eine Rettungsschwimm-Arbeitsgemeinschaft gab der volle Belegungsplan des Neuenburger Hallenbads nichts her, daher wurde die Idee des Schulsanitätsdienstes aufgegriffen. Schließlich brauchen auch Rettungsschwimmer fundierte Kenntnisse in Erster Hilfe. Ein Glücksfall war, dass die damalige Jugendleiterin Sonja Frey auch Erste Hilfe-Ausbilderin und auf der Suche nach einem Thema für eine Semesterarbeit war. Sie arbeitete das Konzept für das Kooperationsprojekt zwischen Schule und DLRG-Jugend aus.
Im Frühjahr 2005 startete das Projekt mit zwei Erste Hilfe-Kursen und 35 Teilnehmern. Mit dem Umzug in das neue Schulgebäude in der Freiburger Straße nahm der Schulsanitätsdienst die Arbeit auf. Erster Einsatz war beim am Schulfest im Juli 2005. Von Anfangs sechs Aktiven stieg die Zahl der Ersthelfer auf nun 21, die nach einem festgelegten Dienstplan bei Unfällen in der Schule zur Hilfe eilen. In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 160 Ersthelfer ausgebildet, zusätzlich haben einige Schüler auch einen Lehrgang zum Sanitätshelfer bei der DLRG absolviert.
„Der Schulsanitätsdienst SEVO hat sich bewährt und ist fest an der Schule etabliert“, zieht Andrea Wolf nach zehn Jahren Bilanz. Durchschnittlich etwa 30 Mal im Schuljahr werden die „Schüler Ersthelfer vor Ort“ zu Einsätzen gerufen: Das Spektrum reicht dabei von kleineren Wunden über Brüche bis hin zu Asthma- oder Krampfanfällen. Meist seien es Kleinigkeiten, schwerere Unfälle oder Erkrankungen, gebe es nur ein- bis zweimal im Jahr, sagt Wolf. Dabei gebe es immer wieder Lob vom Rettungsdienst oder vom Notarzt, freut sich die Lehrerin.

Bei Übungen und Fallbeispielen werden immer wieder die Basismaßnahmen, wie die Seitenlage, geübt.

Bei Übungen und Fallbeispielen werden immer wieder die Basismaßnahmen, wie die Seitenlage, geübt.

 

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