Markgräfler Bürgerblatt

Sergeant Pepper Lonely Hearts Club Band: Als die Beatles die Musikwelt veränderten

 

Am 1. Juni 2017 war es soweit – „It was 50years ago today…“ als Sergeant Peppers Lonely Hearts Club Band“ erschien. Und bis heute hat es kein Album der Pop-Musik geschafft, einen höheren Denkmalssockel zu erklimmen.

Mit recht. Denn mit „Sergeant Pepper“ war die Zeit vorbei, wo man zwei LP-Seiten mit Singels füllt, A- und B-Seiten und Fillers, die irgendwie irgendwann bei den Aufnahmen übriggeblieben waren. Hatte „Revolver“, das Vorgängeralbum, schon in diese Richtung gedeutet, so hatte Brian Wilson, künstlerischer Kopf der Beach Boys, mit „Pet sounds“ entschlossen den Weg gewiesen. Doch die Beatles machten mehr als nur eine kohärente Aufnahme bester Zeitgenössischer Musik – sie bewiesen, dass diese Musik innovativ, interessant und vor allem kreativ war. Und wer damals schon aufmerksam zuhörte, der erkannte: Hier war etwas Klassisches entstanden: Der Tonarm senkt sich, Knistern, Gemurmel, zerschnitten von der E-Gitarre und dann spielt Sergeant Pepper mit seiner Band seinen Set von etwas über 30 Minuten. Billy Shears tastet sich durch „With a little help…“, ein Bläsersatz bringt Lacher und passt dennoch genau dahin, wo er nun ist. Die Themen variieren, da ist der Drogensong „Lucy in the sky with Diamonds“, dort das etwas alberne Lied von Mr. Kite, Schunkeln kommt bei „When I’m 64“ nicht zu kurz und selbst verschwurbelte Psychodelic findet sich in „Within Without you“.

Manches Lied ist per se betrachtet gar nicht so toll. Aber im Kontext „passt“ es und ohne es wäre die Platte eben nicht vollkommen. Und dann, das Finale – Sergeant Pepper kommt nach dem letzten Stück nochmal, Zugabe: „A Day in a life“. Was soll man über solch ein perfektes Stück Musik sagen? Und wie könnte eine solche bahnbrechende Platte besser aufhören als mit diesem schier endlos lastenden Klavierakkord? Vielleicht mit entspannendem Gelächter? Auch das haben die Beatles ihrem Meisterwerk angehängt.

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