Breisach Aktuell

Sensationen direkt auf den Marktplatz

Mehrere tausend Besucher kamen am Sonntag nach Breisach zum Gauklertag. Bild: BA

Gauklertag in Breisach gut besucht

Die Gauklertage in Breisach lockten wieder viele Besucher aus nah und fern an. Der Sonntag mit bestem Gauklertagswetter zeigte sich von seiner besten Seite, was man vom verregneten Dienstag nicht unbedingt sagen konnte.
Die Schützen der Bürgerwehr eröffneten traditionell mit Salutschüssen den Gauklertag. Seit vorletztem Jahr ist die Bürgerwehr eine Gruppe der Narrenzunft Breisach und steht unter der Leitung von Reiner Fischer. Es folgte der Einzug der Gruppen, bis dann Kaiser Rudolf von Habsburg nebst seiner lieblichen Gattin Viviane der Ersten per Kutsche auf den Platz fuhr. Der Bürgermeister und Protektor der Brisacher Fasent Oliver Rein erneuerte die närrischen Privilegien, die dann vom Kaiser auch so bestätigt wurden. Im Anschluss bekamen die Zuschauer im Jubiläumsjahr die traditionelle Langversion des Dreyertanzes der Gaukler dargeboten, der unter der Leitung von Tanja Müller steht. Die musikalische Begleitung des ganzen Nachmittages übernahm gekonnt die Stadtmusik Breisach unter der Leitung von Peter Glockner. Danach versammelten sich die Gaukler zum großen Gauklerreigen unter der Leitung von Sylvana Ganz und Walter Knobel, bei dem an die 50 „Spättle“ mitwirkten. Die Gesamtleitung der Gaukler hat Yvonne Dewaldt. Man kann es wahrlich so bezeichnen, das Flaggschiff der Brisacher Fasent ist die Zunftgarde der Narrenzunft in diesem Jahr erstmalig unter der Leitung von Ramona Schmidt. Sie steht ihrer Vorgängerin in nichts nach, zumal sie es verstanden hat, einige ausgeschiedene Gardemädchen unmerklich zu ersetzen. Was die jungen Damen auch in diesem Jahr wieder auf den Platz zaubern und mit welcher Synchronität, ist beeindruckend. Nicht minder diszipliniert kommt der Nachwuchs daher, die Knopfengarde, die von Kristina Aubin und Ute Sommer trainiert werden. Die Schädelfätzer mit ihrem Vorsitzenden Arno Thimm ließen als Guggemusik die Zuschauern aufhorchen, denn sie beherrschen ein klanggewaltiges Spiel. Der Damenzunftrat unter der Leitung von Silvia Soegtrop versteht es jedes Jahr aufs Neue, den Nachwuchs mit tollen Kostümen an die Fasent heranzuführen, für die vielen Kinder ein tolles Kostüm zu nähen und einen eigenen Tanz einzustudieren. Das diesjährige Motto war „Nordpol trifft Südpol“. Das Algerio, angeführt von Dietmar Hau, nahm sein 90-jähriges Jubiläum zum Anlass, eine Modenschau mit einer Auswahl von Kostümen sämtlicher Epochen zu präsentieren. Die Kapelle Krach und Streit unter der Leitung von Karl-Stefan Fischer ließ es sich nicht nehmen, ihre musikalischen Weisen diesmal auf einem eigens angefertigtem Musikzug zum Besten zu geben. In jedem Abteil dürfen nur zwei Musiker sitzen, um jeglichem Krach und Streit vorzubeugen. Auch die Brisacher Rhiwaldhexe unter der Leitung von Medi Pieper-Böhm zeigten ihren mitreißenden Tanz „Oldschool meets Highschool“, der von Hanah Timmann einstudiert wurde. Die Brysacher Hofnarre unter der Leitung von Oliver Hau hielten ihren närrischen Narren-TÜV ab, der mit einigen närrischen Punkten wie Geschicklichkeitstest für Zunfträte gespickt war. Als einer der vielen Höhepunkte mit einer großen Anzahl an Kindern und Jugendlichen bereicherte wie jedes Jahr die Tanzsportgruppe des SSV Breisach unter der Leitung von Sabrina Mastrocola mit dem Tanz der Plüschtiere und den selbstgefertigten Kostümen den Gauklertag. Die Förderriege des Turnvereins Breisach unter der Leitung von Sarah Carl, Luisa Faber, Heike Scholz und Charline Arayapong zeigte in diesem Jahr eine Choreographie am Baugerüst. Zu welchen akrobatischen Höchstleistungen diese Gruppe sogar an einem Gerüst fähig ist, zeigten die jungen Damen in eindrucksvoller Weise. Bereits zum dritten Mal präsentierte sich der Hochstetter Bürgerverein mit einem eigens für den Gauklertag angefertigten Wagen „De Verkehr in Brisach“ unter der Leitung von Robert Rebmann  und Armin Fuchs. Als weiteres Highlight im Jubiläumsjahr der Narrenzunft, die am 11.11.2017 ihr 90-jähriges Bestehen feiern kann, hat die Traber Hochseilshow um Falko Traber den Gauklertag bereichert. Zuerst brillierte Sofia am Vertikaltuch mit einer bezaubernden Darbietung, die mit einer schwebenden Leichtigkeit und Eleganz das Publikum begeisterte. Dann ging Isabel auf den 52 Meter hohen schwankenden Mast. In luftiger Höhe brachte sie den Mast ins Schwanken, machte einen Handstand, jonglierte, entsandte dem Publikum einen Europäischen Fahnengruß und bestätigte zum Schluss selbst als lebenden Fahne ihren Ruf als Königin der Luft. Zum Abschluss gab es dann noch Höchstleistungen auf dem Hochseil dargeboten von Falko Traber. Eine Hochgeschwindigkeitsfahrt mit dem Motorrad bis in schwindelnde Höhen wurde dadurch abgerundet, dass die Künstlerinnen im Trapez ihre akrobatischen Einlagen zeigten, während Falko Traber mit einem perfekten Kopfstand frei auf seinem Motorrad balancierte. Mit einer Fahrt nur auf nur dem Hinterrad beendete Falko Traber sein atemraubendes Programm, welches von seinem Sohn Fernando perfekt moderiert wurde. Am Ende zogen alle beteiligten Gruppen mit dem Umzug durch die Stadt, um sich dann wieder auf dem Marktplatz zum Abschlusskonzert zu treffen. Trotz der regnerischen Umstände wurde der Gauklertag am Dienstag wiederholt.

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag! Unsere Sharing-Buttons stehen im Einklang mit dem deutschen Datenschutzrecht.

Das könnte Dich auch interessieren …