Markgräfler Bürgerblatt

Schweres Taiwan-Beben registriert

Das Protokoll des HAG-Seismographen mit den Ausschlägen des Bebens auf Taiwan. Foto: privat

HAG-Staufen

Staufen. Mit der unverstellbaren Geschwindigkeit von ca. 7 km in der Sekunde (~ 24.000 km/h) erschütterte die nach einer Laufzeit von rund zehn Minuten quer durch die Erdkruste gelaufene Primärwelle den in 5-jähriger HAG-Projekt-Eigenarbeit konzipierten Seismographen der HAG-Seismik-Station im Schulkeller des Faust-Gymnasiums in Staufen. Gefolgt von immer größeren Ausschlägen der langsameren Sekundärwellen und den sich anschließenden immensen Oberflächenwellen, „bebte“ es in Staufen über zwei Stunden mit kaum wahrnehmbaren Bodenbewegungen von etwa 0,01 mm. In Taiwan dagegen entlud sich die gewaltige seismische Energie im nordost-taiwanesischen Küstenküstengebiet von Hualian in geringer Tiefe von 10 km innerhalb weniger Minuten, mit der Folge von zahlreichen Toten und schweren Gebäudeschäden.

Dass immer wieder katastrophale Beben in Taiwan auftreten, ist nicht ungewöhnlich und wird durch die besondere geologisch-tektonische Situation bedingt. Denn Taiwan liegt wie Japan, San Francisco und Los Angelos im seismisch hoch aktiven pazifischen Feuerring, bei dem sich an den Rändern mehrere Erdkrustenplatten berühren und untereinander schieben. Durch gegenseitige Bewegung der Pazifischen-, Philippinischen-, Eurasischen- und Amerikanischen-Platte mit ca. 80 – 100 mm pro Jahr ist dieser „ring of fire“ tektonisch hoch aktiv und die Beben-Häufigkeit besonders groß. (ws)

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