Markgräfler Bürgerblatt

Schwarzwaldmilch – Spitzenjahr für Molkerei-Unternehmen

(v.l.) Markus Kaiser, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Schwarzwaldmilch-Geschäftsführer Andreas Schneider und Caroline von Ehrenstein, zuständig für Marketing und Kommunikation bei der Bilanz-Pk des Unternehmens. Foto: spk

Freiburg. War die Nachfrage 2013 nach Milch und Milchbasierten Produkten noch im Aufwind, so bescherte 2014 den Milcherzeugern und Milchverwertern eine sinkende Nachfrage. Dennoch gelang es der Schwarzwaldmilch GmbH, Freiburg, das abgelaufene Geschäftsjahr zum „erfolgreichsten Wirtschaftsjahr der Schwarzwaldmilch-Gruppe“ zu machen.
Der konsolidierte Umsatz – das heißt der Standorte Freiburg und Offenburg gemeinsam – betrug über 187 Mio. Euro und habe damit den des Vorjahres übertroffen. Andreas Schneider, Geschäftsführer des Milchproduzenten, gab nur zögernd und zurückhaltend Auskunft über die Kennzahlen des Betriebes. So erreichte das Unternehmen einen äußerst schmalen Gewinn von 90.000 Euro, dessen Ursache vor allem in einer massiven Investitionspolitik während des abgelaufenen Geschäftsjahres zu suchen ist: insgesamt über vier Mio. Euro – ein Plus von 3,3 Mio. Euro – wurden in Instandhaltungsmaßnahmen gesteckt, insgesamt 6,2 Mio. Euro – ein Plus von 2,4 Mio. Euro – in die Investitionen. Nicht ohne Stolz betonte Schneider, dass alle  Maßnahmen aus dem Cash-flow bezahlt werden konnten. Obwohl 2015 einen „ambitionierten Milchmarkt“ sehe und der Milchpreis trotz gesunkenem Angebot gestiegen sei, erwartet er für das laufende Geschäftsjahr ähnlich gute Zahlen, wobei auch hier wieder das Hauptaugenmerk auf die strukturelle Erneuerung und entsprechende Investitionstätigkeit gelegt werde.
1.177 (Vorjahr 1.273) Lieferbetriebe versorgen das Unternehmen, das an beiden Standorten zusammen 344 Mitarbeiter, darunter 19 Lehrlinge, beschäftigt, mit rund 212 Mio. t Milch p.a., für die – je nach Qualität und Typ – zwischen knapp 42 und knapp55Cent/kg netto bezahlt werden. Damit sei Schwarzwaldmilch unter den „Top-2“, was den Auszahlungspreis angehe. 2014 habe man den Markenauftritt optimiert, sich auf drei Grundlinien verständigt: Schwarzwaldmilch, Bio-Linie, LAC-Linie. Der ins Gerede gekommene Bergkäse sei auf  Kundenwunsch ins Programm genommen worden und stelle nur eine Marginalie dar. Man habe aufgrund der eigenen Qualitätsvorgaben einen Produzenten außerhalb Baden-Württembergs wählen müssen. Für die nähere Zukunft, so Schneider, sei keine eigene Käserei geplant. Für die Standorte Offenburg und Freiburg gelte, dass dort Milchpulver, Pulvermischerzeugnisse und milchbasierte Spezialpulver erzeugt werden, hier hingegen die „Molkerei“ beheimatet sei.

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