Markgräfler Bürgerblatt

Schwarzwald AG will Flüchtlinge integrieren

Baden-Baden. Für die Industrie im Südwesten äußerte sich Klaus Endress, Präsident des Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden e.V., erstmals zum Thema Flüchtlinge: „Wir sind zur Menschlichkeit verpflichtet“. Auf der Hauptversammlung des Verbands in Baden-Baden warnte Endress andererseits vor überzogenen Erwartungen auf allen Seiten. In einer von den Mitgliedern verabschiedeten Resolution untermauerte der über 1000 Industriebetriebe zählende wvib seine weltoffene Haltung zur Zuwanderung. Der überregional tätige Verband, dessen Mitglieder in Deutschland 185.000 Mitarbeiter und im Ausland 32.000 beschäftigen, habe festgestellt, dass viele Mitglieder vor Ort konkrete Maßnahmen ergriffen hätten. Es gäbe Erfolgsberichte von Flüchtlingen, die Arbeit und Praktikumsplätze gefunden haben, Bewerbertrainings und Weiterbildungen würden von Unternehmen angeboten. Endress wies aber auch mit klaren Worten auf die Grenzen der Belastbarkeit hin und forderte von den Ankommenden die Bereitschaft zur sprachlichen und kulturellen Integration: „Wir sind weltoffen und tolerant, weisen aber auch auf die eigenen Werte hin.“ Der Flüchtlingszustrom sei nicht die Lösung des Fachkräftemangels und zunächst eine Belastung.

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