Breisach Aktuell

Schulterschluss der Gewerbevereine für den Weiterbau der B 31 West

Schulterschluss der Gewerbevereine für den Weiterbau der B 31 West Lebensader für die Region

Die Gewerbevereine von Breisach, Vogtsburg, Ihringen und Merdingen haben zu einer Protestversammlung gegen den Planungsstopp der B 31 West eingeladen.

Kurt Wörne, Chef des Ihringer Gewerbevereins und seine Kollegen aus den Nachbargemeinden riefen zur Teilnahme an der Demonstration für den sofortigen Weiterbau der B31 West am Freitag, den 12. November, in Ihringen auf. Dies taten sie in einer Versammlung in der Gaststätte „Goldener Engel“ in Ihringen. Man verzichtete bei dieser Zusammenkunft jedoch darauf, Abgeordnete einzuladen, da man so laut Kurt Wörne „Tacheles reden“ könne. Die Vertreter der vier Gewerbevereine taten ihre Kritik dann auch laut, wobei sie diese jedoch auch mit Fakten belegten. Kurt Wörne verdeutlichte anhand von Zahlen des Statistischen Landesamtes, dass im Jahresvergleich 2008 und 2013 in Umkirch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten um 37 Prozent auf mehr als 2500 Personen und in Gottenheim um 17 Prozent auf 1130 Personen angewachsen sei. Als Grund für diese rasante Entwicklung nannte er die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts der B 31 West. In Vogtsburg und Ihringen habe die Beschäftigtenzahl im gleichen Zeitraum hingegen nur marginal zugenommen, während sie in Breisach um 1,5 Prozent zurückgegangen sei. Auch bei den Einwohnerzahlen stagnierten die Münsterstadt und die beiden Kaiserstuhlgemeinden eher, während Gottenheim um 10 Prozent gewachsen sei. Christoph Möcklin, Vorsitzender der Vogtsburger Bürgerinitiative „Für den sofortigen Weiterbau der B 31 West“ sagte, dass er, notfalls per Weisung, dafür sorgen werde, das die Planfeststellung wieder aufgenommen und zur Baureife geführt werde. Auch sei er optimistisch, nach seinem Besuch in Berlin, „dass wir in 10 Jahren von Gottenheim nach Breisach auf der B 31 West fahren können“. Hans-Peter-Geppert, Vorsitzender des Breisacher Gewerbevereins, wurde noch deutlicher. Er bezeichnete die B 31 als „Lebensader für die Region“. Auch er fordert einem „Schulterschluss für die B 31“. Wolfgang Zacher, Gewerbevereinsvorsitzender von Vogtsburg, zeigte die Kosten auf, welche Betrieben und ihren Mitarbeitern aufgrund der schlechten Straßenverbindung zwischen Freiburg und dem südlichen Kaiserstuhl entstehen. Dies sei eindeutig ein Standortnachteil. Auch der Ihringer Bürgermeister Martin Obert betonte, wie wichtig die B 31 West für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung am südlichen Kaiserstuhl ist. Enttäuscht zeigte sich Obert vom Ergebnis der Straßenbaukonferenz Anfang November im Stuttgarter Verkehrsministerium. Seitens der Landesregierung war dort die Notwendigkeit für den Endausbau der Bundesstraße in Abrede gestellt worden. „In Berlin haben wir dagegen unerwartet klare Worte gehört“, sagte der Ihringer Rathauschef und betonte, dass Staatssekretär Enak Ferlemann vom Bundesverkehrsministerium in Berlin die Aufhebung des von Stuttgart verhängten Planungsstopps für die B 31 West für 2015 in Aussicht gestellt habe.

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