Markgräfler Bürgerblatt

Schliengen baut auf Badenova – Erdgaskonzessionsvertrag unterschrieben

Bürgermeister Werner Bundschuh (M.) und Mathias Nikolay (l., Badenova-Vorstand, bei der Unterzeichnung des Konzessionsvertrags. Rechts Johann-Martin Rogg von der Kommunalbetreuung Badenova. Foto: Badenova)

Schliengen. Die Gemeinde Schliengen im Markgräflerland wird auch in Zukunft ihre Zusammenarbeit mit Badenova im Bereich der Erdgasversorgung fortführen. Bürgermeister Werner Bundschuh und Mathias Nikolay, Badenova-Vorstand, unterzeichneten jüngst den entsprechenden Konzessionsvertrag.
„Dass wir auch künftig das Erdgasnetz in diesem schönen Wein- und Ferienort betreuen dürfen, freut uns sehr“, so Badenova-Vorstand Mathias Nikolay bei der Vertragsunterzeichnung gegenüber Bürgermeister Werner Bundschuh.
Mit dem Konzessionsvertrag räumt die rund 5.500 Einwohner umfassende Gemeinde der Badenova-Netztochter bnNETZE für weitere zwanzig Jahre das Recht ein, Erdgasnetze im Gemeindegebiet zu betreiben, sie instand zu halten und das Netz bei Bedarf zu erweitern. Dazu gehört außerdem das Recht, kommunale Grundstücke, öffentliche Straßen, Wege und Plätze für das Verlegen von Versorgungsleitungen zu nutzen. Der Energieversorger hat seinerseits die Pflicht, die jederzeitige sichere und störungsfreie Versorgung mit Erdgas zu gewährleisten. Für den Netzbetrieb entrichtet der Energieversorger bnNETZE eine jährliche Konzessionsabgabe. Bürgermeister Werner Bundschuh: „Badenova bzw. bnNETZE sind für uns ein Garant dafür, dass wir erdgastechnisch bestens aufgestellt sind – auch bezüglich künftiger Herausforderungen und auch in Bezug die Energiewende.“
In der Markgräflerland-Gemeinde Schliengen, die neben Schliengen noch aus Liel, Mauchen, Nieder- und Obereggenen besteht, unterhält die für den Netzbetrieb zuständige Badenova-Tochter ein Leitungsnetz von insgesamt rund 12 Kilometern Länge. Die jährliche Liefermenge beläuft sich auf über 13 Mio. Kilowattstunden.
Seit zwei Jahren hat Schliengen die Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt und konnte somit beachtliche Stromeinsparungen erzielen. Die Einsparung liegt bei über 70 Prozent an Kilowatt wie auch beim CO²-Ausstoss. 2010 lag der Verbrauch noch bei 328.206 kwh Verbrauch, 2015 bei 92.981 kwh. Der CO²-Ausstoss verringerte sich seit 2010 von 198.890 kg CO² auf 56.340 kg CO². Ein großer Teil der gemeindeigenen Dächer sind mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Die Stromerzeugung liegt bei rund 250.000 kwh/Jahr.
Der Abwasserzweckverband Hohlebachtal, in welchem die Gemeinde Schliengen seit dem Gründungsjahr 1975 Mitglied (60 Prozent) ist, betreibt ein Blockheizkraftwerk zur Eigenstromerzeugung. Der selbsterzeugte Strom (176.000 kwh/Jahr) wird zu 95 Prozent selbstverbraucht und stellt knapp 50 Prozent des gesamten Stromverbrauchs (383.000 kwh/Jahr) der Kläranlage dar.

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