Markgräfler Bürgerblatt

Rückzug der DAK aus Müllheim – Geschäftsstelle rentierte nicht mehr

Dieser lapidare Hinweis am Briefkasten informiert Kunden, dass es in Müllheim keine DAK-Geschäftsstelle mehr gibt. Foto: Stich

Müllheim. Manch DAK-Kunde staunte nicht schlecht, als er dieser Tage die Geschäftsstelle der Krankenkasse geschlossen vorfand – samt Hinweis, die Post habe nun nach Hamburg in die Zentrale geschickt zu werden. Müllheim ist aber nun keinesfalls „DAK-Diaspora“, wie der Leiter des Servicecenters Freiburg, Rainer Beyer, versichert: „Freiburg betreut nun Müllheim mit, der bisherige Serviceberater, Stefan Friedrich, ist für Müllheim von Freiburg aus zuständig!“
Ursache für die Schließung, die – wie Beyer schätzt, ein halbes Jahr vor Ort per Aushang angekündigt worden sei, ist der Wandel in den Geschäftsbeziehungen: „Es kamen immer weniger in die Geschäftsstelle – die meisten haben den Kontakt mit uns per Post, Telefon und Internet hergestellt – es hat sich einfach nicht mehr rentiert!“ Damit erteilt Beyer jedoch auch allen Vermutungen, die DAK werde sich aus der Fläche zurückziehen, eine Abfuhr. „Wir sind in Emmendingen und Freiburg präsent, wie betreuen mit 25 Servicekräften Kunden aus der Stadt Freiburg, dem Landkreis Emmendingen und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald!“ Müllheim sei die einzige Schließung in Südbaden, es habe keine Entlassunge oder einen Sozialplan gegeben.
Für ein direktes Gespräch stehen den DAK-Kunden aus dem Markgräflerland nun Besuche in Freiburg oder Lörrach, wo es ebenfalls eine Geschäftsstelle gibt, ins Haus. In Ausnahmefällen, so Beyer, könne aber auch ein Hausbesuch arrangiert werden.
Andere Krankenkassen haben den Rückzug der DAK genutzt um auf ihre Präsenz hinzuweisen. So meldete sich die AOK zu Wort: „Wenn auch andere Krankenkassen Geschäftsstellen in Müllheim aufgeben, bleibt die AOK weiterhin vor Ort präsent. In ihrem KundenCenter in der Werderstraße 28 garantiert KundenCenterleiter Steffen Nerz und sein Team ihren Kunden weiterhin den gewohnten Service.“
„Entgegen dem Trend hält die AOK nach wie vor an ihren Standorten fest“, erklärt Nerz. „Wir wollen Gesundheit, Versorgungsqualität und Nähe für unsere Kunden erlebbar machen. Da passt ein Rückzug nicht. Uns ist es wichtig, dass wir dort erreichbar sind, wo man uns braucht. Darauf sollen sich unsere Versicherten verlassen können. Denn sie legen Wert darauf, persönliche Ansprechpartner zu haben und diese bequem und schnell erreichen können“.
Bei Befragungen gaben diesen Wunsch auch viele jüngere Versicherte an. „Offensichtlich wird das persönliche Gespräch einem Kontakt über Internet oder Telefon vorgezogen. Das gilt insbesondere bei Fragen zur eigenen Gesundheit oder der von Familienangehörigen“.
Im KundenCenter Müllheim betreut das AOK-Team 13.000 Versicherte aus dem alten Landkreis Müllheim und reicht von Heitersheim bis Bad Bellingen.

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