Markgräfler Bürgerblatt

RKK Klinikum: Geriatrische Frührehabilitation zeigt Wirkung

Dr. Bernd Köster - Ärztlicher Leiter des Fachbereichs Neurologie, Psychiatrie und Geriatrie im RKK Klinikum Freiburg. Foto: RKK

Dr. Bernd Köster – Ärztlicher Leiter des Fachbereichs Neurologie, Psychiatrie und Geriatrie im RKK Klinikum Freiburg. Foto: RKK

Freiburg. Um Patienten in einer immer älter werdenden Gesellschaft eine optimale Versorgung bieten zu können, hat das RKK Klinikum Freiburg seinen Schwerpunkt für Altersmedizin ausgebaut. Die im Frühjahr 2016 im Freiburger St. Josefskrankenhaus mit 19 Betten eröffnete „Station für Interdisziplinäre Altersmedizin“ (IDA), die einzige dieser Art im Großraum Freiburg, hat sich bereits nach wenigen Wochen bewährt. Wurden im Vorjahr 244 Patienten im Bereich Geriatrisch frührehabilitative Komplexbehandlung (GFK) behandelt, sind es seit der IDA-Eröffnung bis Oktober diesen Jahres bereits 330 Patienten. Das entspricht einem Anstieg von 35 Prozent. „Die Zusammenführung und Verstärkung der vorhandenen Ressourcen unterschiedlicher Fachrichtungen auf einer Station war richtig“, so RKK-Geschäftsführer Bernd Fey. „Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ist davon auszugehen, dass dieser Trend weitergeht. Die heimatnahe und ganzheitliche geriatrische Versorgung steht im Mittelpunkt der geriatrischen Frührehabilitation“, ergänzt Dr. Bernd Köster.

 
Um die Selbständigkeit und Mobilität wieder zu erlangen, bedarf es einer besonderen, ganzheitlichen Versorgung in Form aktivierender und trainierender Maßnahmen, sowie sozialer Begleitung, Beratung und Unterstützung. In vielen Fällen kann durch die GFK eine Pflegebedürftigkeit vermieden und Patienten mobiler, selbstständiger und stabiler nach Hause entlassen werden. Auf der IDA-Station arbeitet speziell im Bereich geriatrische Pflege geschultes Personal und Ärzte verschiedener Fachrichtungen eng mit Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden und Sozialarbeitern zusammen, um dem Patienten eine individuelle ganzheitliche Behandlung und Begleitung zu ermöglichen. Ziel ist es, die persönlichen Ressourcen des Patienten so zu fördern, dass er ein größtmögliches Maß an Selbstständigkeit behält oder zurückgewinnt, um in seine gewohnte Umgebung zurückkehren zu können.
Die Station IDA unterstützt zudem bei der Beantragung von Sozialleistungen und bei der Pflegestufeneingruppierung stationärer Patienten.

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