Breisach Aktuell

Renaissance eines Gartens der Sinne

Vorstandschaft des Vereins Franziskaner-Klostergarten. Bild: BA

Franziskaner-Klostergarten wächst aus der Planungsphase heraus

Die erhabene Aussicht auf den Kaiserstuhl aus einer Gartenalage heraus, in der früher Mönche wirkten, das ist schon jetzt möglich.
Nur die Gartenstruktur dort oben auf dem Münsterberg der Stadt Breisach wird erst demnächst wieder an den einst dort stehenden Franziskaner Klostergarten erinnern. Die Mönche beherrschten einst ihr Handwerk und verweilten gerne in ihren durchdachten multifunktionellen Gartenanlage. Heilpflanzen, Blumen, Versorgung, Besinnung und Erholung gab es gleichermaßen. Da seit der Zerstörung der Stadt im Jahr 1793 Kloster und Garten verschwanden, ist jener neue Esprit entstanden, den Garten wieder aufleben zu lassen. Der Franziskaner-Klostergarten-Verein arbeitet rührig an einer Renaissance der alten Werte.

Zugegeben, derzeit erinnert erst der Plan der Gartenplaner an ein Eldorado der Gartenkunst. Aber wenn der neue Klostergarten nach den Plänen fertig angelegt ist, dann wird der Eingang an der Kapuzinergasse 4 wohl stark frequentiert werden. In der überschaubaren Anlage eine kleine Bühne für Lesungen, kleine Konzerte und Pflanzenbörsen, eine offene Pergola und der Klostergarten mit Brunnen und Beeten, die viele Erinnerungswerte an die Mönche mit ihren Heilpflanzen, alten Getreide- und Gemüsesorten sowie Blumen freigeben werden. Das wird ein wahrer Park der Sinne. Wer jetzt Lust auf Garten bekommen hat, darf sich den Gartenfreunden um Oktavia Schauenburg anschließen. Der Verein, den sie führt sucht weitere Mitglieder, Spender und Menschen mit Wissen und Können und vergibt auch Beetpatenschaften.

So eine Gartenanlage mit der genannten Infrastruktur kostet richtig Geld, auch wenn bei den Mitgliedern das Ehrenamt große Bedeutung hat. Rührig in Erscheinung getreten sind die Mitglieder im Jahr 2016 mit Arbeitseinsätzen und Veranstaltungen. Das jährliche Lichterfest gibt dem Garten die romantische Note, die auch Brautpaare so sehr schätzen. Rechnerin Marlis Frieß konnte bei der Mitgliederversammlung über Überschüsse berichten, die aber bereits durch Maßnahmen der Infrastruktur verplant sind. Ihre Kasse war ordentlich geführt, die Vorstandschaft entlastet. Die Neuwahlen leitete Bürgermeister Oliver Rein, der die Realisierung der Klostergartenanlage mit magisch und sensationell beschrieb. Er brachte seitens der Stadt 50.000 Euro mit, die im Haushalt eingeplant sind. Mit einem Dank an die Anwesenden verwies er jedoch darauf, dass die Stadt in Zukunft keine großen finanziellen Beiträge mehr leisten kann.

Die Versammlung beschloss die Anhebung der bislang moderaten Mitgliedsbeiträge. Die Investitionen und Fixkosten verlangen dies einfach. So zahlen Ehepaare künftig 60 Euro und Einzelpersonen 40 Euro im Jahr. Die Vorstandschaft gliedert sich wie folgt: 1. Vorsitzende Oktavia Schauenburg und Beisitzer Gartenplanung ihr Ehemann Bernd. Die 2. Vorsitzende ist Erika Semling, die 3. Vorsitzende Christiane Ortolf, Kassiererin Marlis Frieß, Schriftführer Johannes Grimm. Weitere Beisitzerinnen für Arbeitsplanung und Arbeitseinteilung sind Rita Müller und Silvia Hindelang. Kassenprüferinen sind Brigitte Haub und Lore Grimm. Gut aufgestellt geht es in diesem Jahr an das Eingemachte, was die Umsetzung aus den Gartenplänen angeht. Mittelfristig ohne Bedenken, dass das Grundstück nahe am Sonnenhimmel der Stadt Breisach vom Wohnungsbau verschont bleibt. Dies versicherte Oliver Rein in der Versammlung zu.

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