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Ratgeber Immunsystem

BU: Wie können wir unsere Abwehrkräfte effektiv stärken? Foto: Arek Socha auf Pixabay

Sieben Tipps, wie wir unser Immunsystem stärken

Für viele Menschen in der Region heißt es gerade: Zwei Wochen so weit es geht zuhause bleiben und nur noch rausgehen, wenn es unbedingt notwendig ist. Denn draußen lauert das Corona-Virus, das sich auf keinen Fall noch stärker ausbreiten sollte. Zuhause bleiben, um sich selbst und andere bestmöglich zu schützen. Neben dem, dass wir unsere Sozialkontakte reduzieren, können wir uns zusätzlich schützen, indem wir unser Immunsystem stärken, auch in Quarantäne.

Unser Immunsystem ist die natürliche Verteidigungsanlage unseres Körpers gegen so ziemlich alles, was uns krank machen möchte: Viren, Bakterien, Würmer und vieles mehr. Da das Immunsystem ein zentraler Bestandteil unseres Organismus ist, funktioniert es am besten, wenn es Körper und Geist gut geht. Mit diesen 7 Punkten lässt sich unser Immunsystem nachhaltig stärken:

  1. Atem
    Luft ist für uns überlebenswichtig, – frische Luft meist eine regelrechte Wohltat. Darum ist es gerade in Quarantäne wichtig regelmäßig und gut zu lüften. Am besten 2 bis 3 Mal für 15 Minuten am Tag. Auch ein kurzer Spaziergang füllt die Lungen mit frischer Luft, versorgt uns mit Sonnenlicht und bringt den Kreislauf in Bewegung. Und allein oder zu zweit sind Spaziergänge ja auch nach wie vor erlaubt.
  2. Wasser
    Wir bestehen zu einem großen Teil aus Wasser, zu rund 60 Prozent. Dieses Wasser brauchen wir für viele Funktionen, unter anderem nutzt der Körper das Wasser, um Krankheitserreger aus uns heraus zu waschen, etwa durch den Urin oder auch durch die Feuchtigkeit in unserer Nase, die Erreger herausspülen kann. Darum ist es so wichtig gerade auch bei einer Erkrankung genug zu trinken. Die empfohlene Menge pro Tag ist zwei Liter, am besten Wasser, Tee oder isotonische Getränke.
  3. Ernährung
    Eine gesunde und ausgewogene Ernährung gibt dem Körper Energie. Diese Energie hält alles am Laufen, auch das Immunsystem. Empfohlen sind mehrere (3-5) kleinere Mahlzeiten am Tag, am besten regelmäßig, mit viel Obst und Gemüse. Das muss auch nicht nur tagesfrisch sein, Äpfel beispielsweise halten sich sehr lange. Eine ungesunde, fettreiche Ernährung strengt den Körper zusätzlich an und raubt auch dem Immunsystem die Energie.
    Aber nichts desto trotz, ein leckeres, auch mal ungesundes Essen ab und zu kann durchaus glücklich machen – und das ist auch gut fürs Immunsystem.
  4. Schlaf
    Die aktuelle Situation scheint immer wieder unwirklich, das Leben, das wir zuvor für unumstößlich gehalten haben, scheint stillzustehen. Dies ist auch eine Art der Entschleunigung, die wir versuchen können, uns zunutze zu machen. Steht am Abend kein Stammtisch an, können wir durchaus mal versuchen früher ins Bett zu gehen. Denn guter und ausreichender (6-8 Stunden) Schlaf sind das Rückgrat unseres Empfindens und damit auch unseres Immunsystems.
  5. Bewegung
    Das Blut ist die Autobahn in unserem Körper, umso fließender der Strom desto effektiver kann alles arbeiten. Um das Blut und den Kreislauf in Schwung zu halten ist Bewegung wichtig. Trotz Quarantäne können wir raus gehen, um zu spazieren oder joggen oder auch in der Wohnung die Fenster öffnen und eine Zeit lang Sport- und Dehnübungen machen. Und wer weiß, vielleicht steht am Ende der Corona-Pandemie ja eine Bikini- oder Badehosenfigur.
  6. Nähe
    Der kritische Punkt des Wohlfühlens, denn soziale Kontakte und körperliche Nähe sind eines unserer Grundbedürfnisse. Wie aber können wir dies in Quarantäne befriedigen? Wenn Sie in einem Haushalt mit mehreren Menschen wohnen und alle gesund sind, nehmen Sie sich gegenseitig in den Arm und seien Sie sich nahe. Egal wie sehr das Aufeinandersitzen vielleicht nervt. Wenn das nicht möglich ist, telefonieren Sie mit Menschen, die ihnen wichtig sind, sprechen Sie einerseits über Ihre Sorgen und Ängste und helfen Sie sich gegenseitig die aktuelle Situation besser zu verstehen – aber versuchen sie andererseits auch gemeinsam zu lachen und über Belanglosigkeiten zu sprechen. Verabreden Sie sich, wie gehabt, mit Freunden und Verwandten, nur eben nicht im Café oder in der Kneipe, sondern zum Telefonieren. Sie könnten parallel Filme schauen und sich danach am Telefon über diese unterhalten. Wenn Sie Haustiere haben und die momentan Ihre einzige körperliche Gesellschaft sind, dann verbringen Sie Zeit mit ihnen. Spielen, kuscheln, reden Sie mit ihnen und bringen Sie ihnen Tricks bei. Tricks gegen Einsamkeit können außerdem Bücher sein, ein Ausflug in eine andere Welt für den Kopf. Auch Briefe schreiben birgt eine ganz besondere Form der Zweisamkeit in Distanz, da man seine Gefühle und Gedanken für jemanden anders ausformuliert und aufschreibt.  Ein fest an den Körper gedrücktes Kissen kann während eines Telefonats ähnliche Stoffe im Körper freisetzten wie sie bei direktem Körperkontakt entstehen.
  7. Freude
    Alles was uns ein Lächeln in Gesicht zaubert tut gut. Sei es ein lustiges Video, das uns per WhatsApp oder E-Mail geschickt wurde, seien es schöne Bilder vom letzten Sommer oder von Weihnachten. Und ganz wichtig: schämen wir uns nicht für etwas das uns in Quarantäne oder draußen glücklich macht. Egal ob wir in der Wohnung tanzen oder auf den Balkonen singen. Egal ob wir uns bei der Arbeit kleine Streiche spielen oder trotz angespannter Lage einfach mal über schlechte Witze lachen. Egal ob wir politische Diskussionen mit unseren Haustieren führen oder im Schlafanzug vor dem Homeoffice sitzen. Egal ob Sie zum 100. Mal eine Höhle bauen oder anderen Blödsinn mit den Kindern anstellen. Denn jedes Mal, wenn wir den Stress ausbremsen und uns Zeit zum Lachen und Lächeln, nehmen setzen wir damit einen Stein in unsere körperliche und mentale Schutzmauer gegen das Virus

Hände waschen nicht vergessen!

Die goldene Regel sich und andere vor Keimen jeder Art zu schützen ist das Hände waschen. Richtig: mit Seife und für 20 bis 30 Sekunden („Happy Birthday“ zweimal laut oder im Kopf gesummt ist ein guter Zeitmesser). Unsere Hände haben mit unter den meisten Kontakt zu unserer Außenwelt, fassen wir uns dann ins Gesicht verwandeln wir unsere Hände so zu einem Aufzug für Krankheitserreger. In Kooperation mit baden.fm (mt).

 

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