Markgräfler Bürgerblatt

Quo vadis, Bad Krozingen

Peter Lob – Vorsitzender des Gewerbeverbandes Bad Krozingen e.V. und Moderator des Abends, interessierter Zuhörer und Diskussionsteilnehmer Volker Kieber, Bürgermeister der Stadt. Bild rs

Ideensammlung zur Zukunft der Kurstadt

Bad Krozingen. Die Informations- und Diskussionsrunde zur Zukunft der Kurstadt, zu der der Gewerbeverband Bad Krozingen e.V. jüngst eingeladen hatte, war bestens besucht. Konstruktiv und intensiv wurden die sechs einzeln ausgearbeiteten und vorgetragenen Beiträge zur Stadtentwicklung aufgenommen und diskutiert.
„Bad Krozingen wird weiter wachsen, das lässt sich nicht vermeiden“, so Architekt Felix Ruch, deshalb müsse schon heute an die Stadt von morgen gedacht und entsprechend geplant werden. Quo vadis, Bad Krozingen! Parkflächen und -häuser in und vor der Stadt, von denen der potenzielle Tagesgast und Einzelhandelskunde fußläufig und bequem die Innenstadt erreicht, sollten zeitnah geschaffen werden, wie die Schaffung einer übergrünten Tiefgarage „Im Grün“. Danach kann eine autofreie Fußgängerzone oder „Spielstraßen“ mit maximal 4 bis 7 Stunden-Kilometern in der gesamten Innenstadt geschaffen werden. Verschiedene mögliche Standorte für kostenpflichtige Parktiefgaragen, deren Oberfläche begrünt sein oder anderweitig genutzt werden könnte, wurden vorgestellt. Dazu müssten aber private Investoren gewonnen werden, die Stadt kann solche Baumaßnahmen derzeit aus eigenen Mitteln nicht verwirklichen. Eine Vollsperrung der Innenstadt zum heutigen Zeitpunkt schade dem innerstädtischen Einzelhandel, ließe Kaufwillige nach Freiburg, Staufen oder Heitersheim abwandern, verdränge den Individual- und rückläufigen Durchgangsverkehr in die Nebenstraßen. „Der Gewerbeverband ist grundsätzlich für eine Fußgängerzone, aber erst, wenn die anderen Hausaufgaben gemacht sind“, so Peter Lob.
Funny Ruch nahm sich der Naherholung an, hier lag ihr Fokus auf dem Neumagen und den ihn begleitenden Grünflächen. Sie bemängelt, dass es keinen beidseitigen Fuß- oder Radweg entlang des Wasserlaufs gebe. Auch sollte das die Stadt durchfließende Gewässer durch einfache Geländeveränderungen, Abflachungen, breite Treppenstufen wie an der Möhlin in Ehrenstetten oder Trittsteine im Flussbett wie in Heitersheim innerstädtisch erlebbar gemacht werden, ein attraktiver Verweilort geschaffen werden, zum Beispiel Stellen für Gastronomie.
Zu den weiteren, diskutierten Inhalten zählte:
Weiterentwicklung der Ideen des Beteiligungsprozesses (Markthallenkonzept und Schaffung eines zentralen Stadtplatzes eventuell mit Tiefgarage)
Anbindung Kurgarten an die Kernstadt (Fuß-/Radsteg)
Weiterentwicklung der Gewerbeansiedlung in der Innenstadt (zum Beispiel. Staufener Straße) und Schaffung von weiteren Gewerbeansiedlungen entlang der L120/L123/B3)
Quo vadis, Bad Krozingen – es gibt viel zu tun! (rs.)

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