Markgräfler Bürgerblatt

ProFlug e.V. bietet Fluglärmgegnern Zusammenarbeit an

Über neue Anflugkorridore soll nun der Flughafen Bremgarten erreicht werden. Foto: privat

Neue Anflugkorridore gemeinsam festlegen

Bremgarten. Nach einer konstruktiven Sitzung im Gewerbepark Breisgau unter der Leitung der Landtagsabgeordneten Bärbel Mielich (Bündnis 90/Grüne – siehe bericht MBB in der jüngsten Ausgabe), bietet ProFlug e.V. die Vertretung der Luftsportler und Flieger am Flugplatz Bremgarten, den Flugplatzgegnern die Zusammenarbeit an.
Konkret sollen neue Anflugverfahren für den Flugplatz festgelegt werden und später auch in die AIP, die Veröffentlichung der Deutschen Flugsicherung GmbH, aufgenommen werden. Da der Aufwand erheblich ist, sollen diese neuen Anflugrouten vorher mit den Flugplatzgegnern abgestimmt werden. Hierzu hat ProFlug e.V. die Flugplatzgegner eingeladen, eine gemeinsame Arbeitsgruppe, bestehend aus vier Flugplatzgegnern und vier Mitgliedern des ProFlug e.V., zu bilden.
Zunächst sollen anhand von Landkarten die Routen definiert werden. ProFlug hat sich bereit erklärt, diese Routen dann mit den Flugplatzgegnern abzufliegen und auf „Durchführbarkeit“ zu prüfen. Mathias Oesterreich, Vorstand für Kommunikation des ProFlug e.V.: „Wir nehmen die Anliegen der Flugplatzgegner ernst. Es geht darum, zu prüfen, ob die neuen „Bedarfsmeldepunkte“ aus der Luft gut zu erkennen sind. Nur wenn die anfliegenden Piloten die neuen Orientierungspunkte auch finden, können sie sich dran halten.“
Bedarfsmeldepunkte sind Landmarken, die der anfliegende Verkehr zwingend zu überfliegen und das Erreichen der Position per Funk an die Flugleitung Bremgarten zu übermitteln hat. Dieses Verfahren stellt sicher, dass sich der anfliegende Verkehr durch definierte Korridore dem Flugplatz nähert und die umliegenden Ortschaften nicht überflogen werden.(MBB)

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