Markgräfler Bürgerblatt

Polizei warnt vor Spekulationen im Fall der toten Carolin G.: Vom Mörder weiterhin keine Spur

Die Polizei auf Spurensuche in den Reben am Kaiserstuhl nach der Ermordung von Carolin G. im November. Foto: Salzer-Deckert

Endingen/Kreis Emmendingen. Knapp fünf Wochen nach dem Fund der Leiche der vermissten Carolin G. (27) in einem Wäldchen bei Endingen fehlt von dem Sexualstraftäter, der das Leben der Frau auf dem Gewissen hat, weiter jede Spur.
Dabei hat die „SoKo Erle“ der Freiburger Polizei mittlerweile mehr als 1.100 Spuren und Hinweise zu dem Fall aufgenommen. Mehrfach wurden Personen überprüft, ohne dass sich ein Anfangsverdacht einer Täterschaft ergeben habe, so Polizeisprecher Walter Roth. Das Landeskriminalamt in Stuttgart ist weiter mit der Suche nach einer möglichen DNA-Spur des Täters zugange. Aus taktischen Gründen sagt die Polizei zur Frage nach der Todesursache der Frau weiterhin nichts, was jedoch mittlerweile vor allem im Internet zu den wildesten Spekulationen zum Opfer und der Familie der Toten geführt hat. „Wer sich seriös informieren will, sollte auf diese Gerüchte keinen Wert legen“, warnt Walter Roth. Noch immer suche man nach Zeugen, so der Polizeisprecher weiter.

 
Für den entscheidenden Hinweis in dem Fall haben Staatsanwaltschaft und Privatpersonen insgesamt 28.000 Euro als Belohnung ausgelobt. Ob der festgenommene Hussein K. (17), der für den Mord an der Freiburger Studentin Maria L. (19) verantwortlich sein soll, auch etwas mit dem Mord in Endingen zu tun hat, ist derzeit ebenfalls weiterhin offen. Der Inhaftierte schweigt. (MBB)

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