Markgräfler Bürgerblatt

Petition an den Landtag

Nur zum Anschauen, keine Location für Musik? Badweilers römische Badruine. Foto: BTT

Badenweiler in heller Aufregung

Badenweiler. Von wegen kurörtliche Idylle und kleinstädtische Ruhe: glaubt man der Petition, die Gemeinderätin Ulrike Liebisch (Grüne) 2013 an die Landesregierung gesandt hat, dann läuft einiges unrund im Kurort. Die Vorwürfe reichen von mangelnder Bürgerbeteiligung über zu rasche Beschlussfassung im Gemeinderat bis hin zur Vertuschung von Planungsfehlern mit Steuergeld.
Die Wogen gehen hoch im Kurort und in seltener Einigkeit – mit Ausnahme der Grünen – verurteilten die Gemeinderatsmitglieder das Vorgehen der Kollegin ebenso wie den Inhalt ihrer Petition. Und nicht nur das, sie sehen eine Schädigung der Interessen des Ortes, denn es stehen Verhandlungen mit der Landesregierung ins Haus, die die Finanzierung der Badenweiler Thermen Touristik GmbH (BTT) neu regeln sollen. Diese Verhandlungen seien durch die – nach Ansicht nahezu aller Räte – haltlosen Vorwürfe belastet.
Liebisch prangert in ihrer Philippika des weiteren „Massen-Aerobic“ in der Cassiopeia-Therme an, bezeichnet Musikaufführungen in den römischen Badruinen als „Missbrauch“ und kritisiert, dass „mal wieder“ das Kurhaus mit mehreren Mio. Euro saniert werden müsse. Ursache, so Liebisch, seien Bausünden und „jahrelange Misswirtschaft infolge Konzeptionslosigkeit“. Was wiederum von einigen Ratsmitgliedern als „hanebüchener Blödsinn“ oder „schlichtweg falsch“ bezeichnet wird, ja sogar Konsequenzen gefordert werden.
Zwei Dinge dürften feststehen: es gibt ein Diskussionsthema im Kurort, das so schnell nicht beendet sein dürfte. Und: Ulrike Liebisch dürfte sich gründlich unbeliebt gemacht haben. Man darf gespannt sein, wie es nun weitergeht.

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