Breisach Aktuell

Patrozinium: Die große Tradition lebt fort

Breisach. Alljährlich und in Jahrhunderte alter Tradition feiern Breisachs Bürger das Fest zu Ehren der Stadtpatrone Gervasius und Protasius. In diesem Jahr wird dies am Sonntag, 24. Juni, sein. Alle Bürger der Stadt, unabhängig von Konfession und Religion, sind eingeladen, diesen katholisch geprägten, ökumenisch gefeierten Festtag gemeinsam zu begehen. Die Europastadt Breisach feiert mit diesem christlichen Fest nicht nur seine Stadtpatrone, sondern vielmehr auch seine europäische Identität, verbinden doch die Stadtpatrone Breisach mit den europäischen Metropolen Mailand und Köln.

Nach kirchlicher Überlieferung soll Erzkanzler Rainald von Dassel, Erzbischof von Köln, 1164 die Reliquien Märtyrer Gervasius und Protasius aus dem von Kaiser Friedrich Barbarossa eroberten Mailand nach Breisach gebracht haben. Ihre hiesige Verehrung ist seit dem 14. Jahrhundert urkundlich belegt. Das Fest der Stadtheiligen wird jährlich mit einer feierlichen Messe im Münster und einer Prozession durch die Stadt begangen, bei welcher der kostbare Reliquienschrein aus dem Jahre 1496 mitgeführt wird.

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Der Festtag beginnt in diesem Jahr im Münster St. Stephan um 8:30 Uhr mit dem Festgottesdienst, die Prozession mit dem Schrein der Stadtpatrone führt in diesem Jahr zur Statio an der Martin-Bucer-Kirche, die in diesem Jahr das 50jährige Bestehen begeht, und endet wieder im Münster. Die Festpredigt hält Dagmar Zobel, Prälatin des Kirchenkreises Südbaden. Ein Projektchor aus Breisacher Chören wird unter der Leitung von Gerhard Schächtele gemeinsam den Festgottesdienst musikalisch gestalten.

Im Anschluss an Gottesdienst und Prozession findet die Weihe des Achter Ruderbootes des Breisacher Rudervereins auf dem Münsterplatz statt.

Die Breisacher Bevölkerung wird gebeten, die Münsterbergstraße zu schmücken, um der Prozession einen festlich-feierlichen Rahmen zu geben.

Im Rahmen des diesjährigen Stadtfestes findet in Breisach auf dem Münsterplatz ein ganz besonderes Ereignis statt: der Guss einer Glocke. Glockeninspekteur Johannes Wittekind: „Infolge des Platztausches der Glocken (im Zuge der Turmsanierung) entsteht ein freier Platz im Stuhl. Über die Hereinnahme der kleinen Nirnberger Glocke (aus dem Südturm) ergibt sich nunmehr die Möglichkeit, das historische Geläut im Nordturm sowohl räumlich als auch klanglich zusammenzuführen.“ Am Ende dieser Ereigniskette entsteht ein freier Platz im neuen Glockenstuhl des Südturmes. Der Gedanke, den frei werdenden Platz im Südturm durch einen Neuguss zu füllen, wurde von Breisacher Bürgern und Mitgliedern des Münsterbauvereins aufgenommen. Die notwendigen Spenden von rund 13.000 Euro kamen binnen weniger Wochen zusammen. So wird am kommenden Sonntag um 15 Uhr eine ca. 160kg kg schwere f“ Glocke auf dem Münsterplatz gegossen.

Die Vereinsgemeinschaft organisiert  im Anschluss an den Gottesdienst eine Hock mit reichhaltigem Angebot, Für musikalische Unterhaltung sorgen die Stadtmusik Breisach und der Musikverein Gündlingen.

Auch in diesem Jahr bewirtet die Interessengemeinschaft Breisacher Vereine e.V. die Festbesucher auf dem Münsterplatz. Die Stadtmusik begleitet die Prozession und unterhält die Festbesucher mit einem Platzkonzert. Der Tag bietet auch Gelegenheit, den Schrein der Stadtpatrone im Münster aus nächster Nähe zu betrachten. (BA)

 

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