Markgräfler Bürgerblatt

Ökologisches Projekt am Fohrenberg: Ein Plus auf dem Öko-Punktekonto

Das Hinweisschild auf die „Bienenwiese“ wird von Heinz-Wolfgang Spranger, Vorsitzender der Bürgerstiftung, und Bürgermeister Bernhard Fehrenbach enthüllt. Foto: privat

 

Günther Waldhauser vor dem Schlussstein der Trockenmauer. Foto: privat

Im Rahmen einer kleinen Feier übernahm die Gemeinde Ballrechten-Dottingen nun die renovierte Trockensteinmauer am Fohrenberg von der Bürgerstiftung. Bürgermeister Bernhard Fehrenbach ging darauf ein, wie es zum Übereinkommen mit der Bürgerstiftung gekommen war. Mit der Sanierung der Mauer konnte die Gemeinde nicht nur ein historisches Bauwerk restaurieren, sondern auch das Ökopunktekonto der Gemeinde aufbessern und damit Forderungen nach Ausgleichsmaßnahmen bei verschiedenen Erschließungstätigkeiten in der Gemeinde erfüllen.

Sein Dank galt deshalb der Bürgerstiftung, der ausführenden Firma KW sowie dem ehrenamtlichen „Gemeindebaumeister“ Günther Waldhauser. Dieser hatte sich auch hier wieder als versierter Bauleiter zur Verfügung gestellt. Als Vorsitzender der Bürgerstiftung erinnerte Heinz-Wolfgang Spranger an den Kauf des Grundstückes mit der desolaten Trockenmauer und dem damals schon bestehenden Wunsch, diese Mauer irgendwie sanieren zu wollen. In guter Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister, dem Gemeinderat, dem Bauhof, den Herren Kreutz und Waldhauser sowie Friedrich Sänger als Steinmetz konnte nun ein gelungenes innerkommunales Projekt umgesetzt werden. Mit dem Setzen des Schlusssteines und der Enthüllung eines Hinweisschildes zur „Bienenwiese“ wurde ein zukunftsfähiges Ökoprojekt seiner Bestimmung übergeben.

Die neu errichtete Trockenmauer wertet in Verbindung mit der „Bienenwiese“ diesen Landschaftsbereich ökologisch auf. Im Mauerbereich findet man besondere Pflanzengesellschaften, die sich an extreme Standortbedingungen angepasst haben. Die Trockenmauer bietet des Weiteren einen wertvollen Gesamt- und Teillebensraum für wärmeliebende Tierarten, wie Eidechsen, Käfer, Spinnen, Schnecken.

Das Fehlen einer blühenden Pflanzenvielfalt gefährdet zunehmend die Lebensgrundlagen von Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlingen – ohne deren Bestäubung Wild- und Nutzpflanzen in ihrer Existenz gefährdet sind. Mit dem Bereitstellen dieser „Bienenwiese“ wird für eine Vielzahl von Insekten ein wertvoller Nahrungsraum geschaffen.

Spranger dankte hier in besonderer Weise den Gebrüdern Jakob und Karl-Heinz Löffler als Grundstückseigentümer und Martin Waßmer als Pächter, für deren Entgegenkommen, einen Teil ihrer Fläche zusätzlich für die Bienenwiese nutzen zu können.

 

 

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