Markgräfler Bürgerblatt

Oberrheinrat: Mehr Zusammenarbeit bei Katastrophenschutz

Ratspräsident Helmut Hersberger. Foto: privat

Ratspräsident Helmut Hersberger. Foto: privat

Basel. Der Oberrheinrat hat in seiner jüngsten Sitzung in Basel mehr grenzüberschreitende Bemühungen beim Katastrophenschutz im Dreiländereck gefordert.
Der Umgang mit Katastrophenszenarien würden trinational kaum geübt und wesentliche Planungen wie ein Evakuierungskonzept fehlten, so Ratspräsident Helmut Hersberger: „National ist die Katastrophenhilfe in allen drei Ländern gut organisiert, und auch bilateral tut sich einiges. Aber die trinationale Koordination Deutschland-Frankreich-Schweiz steckt noch in den Kinderschuhen.“ Die politischen Hürden seien sehr hoch. Und auch in den einzelnen Ländern würden großflächige Evakuierungskonzepte, zum Beispiel im Fall eines GAUs, fehlen. „Das Regierungspräsidium Freiburg, das Innenministerium von Baden-Württemberg und die Schweiz sind derzeit jedoch an einem grenzüberschreitenden Forschungsprojekt „Grenzüberschreitende Evakuierung am Beispiel D-CH“. Das sollte wichtige Erkenntnisse bringen, muss aber später Frankreich einbeziehen“, so Herberger. Kurzfristig müssten der Einbezug der Nachbarn in Bezug auf die Sicherheit der Kernkraftwerke, die korrekte Information bei Störfällen sowie erweiterte Evakuierungszonen im Vordergrund der Zusammenarbeit stehen, so der Ratspräsident weiter.
Der Oberrheinrat ist das gemeinsame «Parlament» der Trinationalen Metropolregion  Oberrhein. Seine 71 Abgeordneten setzen sich aus Parlamentariern, Bürgermeistern und Landräten aus dem Elsass, aus Südbaden, der Südpfalz und der Nordwestschweiz zusammen. Er dient in erster Linie dem Austausch untereinander und als gemeinsame Interessensvertretung der Metropolregion zum Beispiel in Brüssel. (MBB)

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