Markgräfler Bürgerblatt

Neujahrsempfang Müllheim: Gedanken für die Zukunft

Rund 700 Müllheimer Bürger waren zu dem Empfang gekommen. Fotos: paw

Astrid Siemes-Knoblich bei ihrer Neujahrsrede.

Müllheim. Der 5. Neujahrsempfang in der Ägide von Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich gab für das angebrochene Jahr 2017 das Motto vor: „Veränderung“. Und auch wenn sich der Ablauf der Veranstaltung nicht vom der Vorjahre unterschied, hatte die Bürgermeisterin allen Grund, auf die vielen Veränderungen, die die Stadt, ihre Bürger und die Verwaltung hinter sich gebracht haben, hinzuweisen – und jene zu skizzieren, die noch vor uns liegen.

 
Nach einer musikalischen Eröffnung – „Trumpet Voluntary“ – , bravourös dargebracht von Alina Glittenberg (8 Jahre), Phil Cordes (9 Jahre) und Joao Brugger (10 Jahre) und der begrüßung der zahlreichen Ehrengäste unter den rund 700 Anwesenden, legte Astrid Siemes-Knoblich ausführlich und tiefgründig ihre Gedanken für die Zukunft dar. Dabei benutzte sie das Bild der Rebe, gerade im Markgräfler Land ein passendes Beispiel, um deutlich zu machen, was die Zukunft bringen kann und wie man sie, gemeinsam, meistert. Es mag manchem im Saale merkwürdig angekommen sein, dass die Rathauschefin darauf hinwies, dass viele Fragen zwar nicht neu, aber die alten Antworten eben nicht mehr passen seien. Politik, so ihre Conclusio, müsse die Bürger befähigen, Wandel auszuhalten und zu gestalten. Müllheim habe dies schon öfter vermocht und sei am Ende aus den nicht immer einfachen Wandlungsprozessen stets gestärkt hervorgegangen, habe sich immer wieder neu erfunden.

 
Bürgerbeteiligung, das Einbringen von Erfahrungen, Wissen und Ideen, seien die Basis für erfolgreiches  Arbeiten für das Gesamtwohl. Nur, so warnte Siemes-Knoblich, dürfe Bürgerbeteiligung nicht zu einer „unerfreulichen und ungerechten Artikulation von Einzelinteressen“ verkommen. Konkret sprach sie für die nähere Zukunft die Entwicklung der Innenstadt und besonders des Tenckhoff-Areals an; etwas kryptisch deutete sie für die Innenstadt-Entwicklung „eine neue Form der Gemeinschaft“ eingegangen werde. Kämpferisch versicherte die Bürgermeisterin, dass man in der Frage der beruflichen Schulen keinesfalls aufgeben werde. Sie kündigte an, dass für die Umgestaltung des Schulzentrums, die 2017 beginnen solle, ein zweistelliger Millionenbetrag eingeplant sei.
Nach so viel schwerer Kost sorgte das schwäbisch-badische Zauberduo „Junge, Junge“ für Unterhaltung, bevor Astrid Siemes-Knoblich mit dem Wunschgast Gudrun Heute-Bluhm, ehemalige Oberbürgermeisterin von Lörrach und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags Baden-Württemberg, die Frage der Digitalisierung  behandelte. Fazit der beiden Kommunalpolitikerinnen: die Digitalisierung insbesondere der Verwaltung dürfe diese nicht den Bürgern entfremden, sondern müsste diese eher enger in die kommunale Arbeit einbinden.

 
Mit der Übergabe der Gewinne an die drei glücklichen Finder der 1-Cent-Münze in den Neujahrsweckle endete der offizielle Teil, an den sich noch viele gute, interessante Gespräche bei Wein, Weihe und Hefezopf anschlossen. (paw)

Das Trompeten-Trio Brugger/Cordes, Glittenberg, die beim Markgräfler Musikwettbewerb den 1. Platz in ihrer Altersgruppe belegt hatten, eröffnete den Neujahrsempfang.

 

 

 

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